Kone: Solides und profitables Geschäftsmodell

Mit seinem soliden und profitablen Geschäftsmodell ist Kone bestens als Langfrist-Investition geeignet. Hier erfahren Sie alles Weitere dazu: (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Kone will heute schon Lösungen entwickeln, die den Anforderungen der zunehmenden Verstädterung und des demografischen Wandels gerecht werden.

Dabei wird alles darangesetzt, die Bewegung von Menschen innerhalb von Gebäuden so sicher, ruhig, energiesparend und komfortabel wie möglich zu gestalten.

Das ist das erklärte Ziel.

Mit dem großen Kundendienstnetz gewährleistet Kone einen Service von gleichbleibend hohem Niveau.

Die Finnen haben sich dabei eine führende Position und einen großen Kundenstamm aufgebaut.

Weltweit betreuen sie mit maßgeschneiderten, auf die jeweiligen Bedürfnisse der Kunden zugeschnittenen Service-Leistungen mehr als 700.000 Aufzüge und Rolltreppen sowie 340.000 automatische Türen.

Zudem verlassen jedes Jahr etwa 60.000 neue Aufzüge und Rolltreppen die eigenen Werke.

Kone ist auf Kurs

Mit dem „langweiligen“ Geschäftsmodell wächst Kone selbst in Krisen und unter schwierigen konjunkturellen Bedingungen profitabel.

So ist der Umsatz von 2008 – 2016 durchschnittlich um 8,4% jährlich auf zuletzt 8,87 Mrd. € gestiegen.

Hauptgrund dafür ist auch der hohe Anteil des Wartungs-Geschäfts, das für regelmäßige und planbare Einnahmen sorgt.

Im Geschäftsjahr 2016 entfielen 45% der Umsätze auf die Sparte Services, zu dem neben der Wartung auch die Modernisierung gehört, und 55% auf das Neugeschäft.

Den Jahresauftakt bezeichne ich als solide. Der Umsatz legte im 1. Quartal 2017 um 3,5% auf 1,81 Mrd. € zu. Operatives Ergebnis, Gewinn und Cashflow lagen auf dem Vorjahres-Niveau.

Prall gefüllte Auftragsbücher und angehobene Ziele

Die Ergebnisse haben mich überzeugt. Ein Blick auf den Auftrags-Eingang stimmt mich zuversichtlich für die weitere Entwicklung. Die Auftrags-Eingänge erreichten 1,91 Mrd. €.

Damit erhöhte sich der Auftrags-Bestand zum 31. März um 7% auf 9,13 Mrd. €.

Der Vorstand zeigte sich mit der Entwicklung sehr zufrieden und hob angesichts der guten Auftragslage sowie des starken Wachstums in Asien die Ziele für das Gesamtjahr leicht an.

Außerdem will Kone weiter schneller als der Markt wachsen.

3 Gründe, warum Kone langfristig profitabel wächst

  1. Der Aufzugs- und Rolltreppenmarkt wird von 4 Anbietern beherrscht. Neben Kone sind dies Schindler, ThyssenKrupp sowie Otis. Letzteres Unternehmen gehört zu United Technologies. Zusammen erwirtschaften sie rund 70% des weltweiten Gesamt-Umsatzes. In diese Domäne einzudringen, ist für kleinere Konkurrenten praktisch unmöglich.
  1. Je mehr Einheiten installiert sind, desto größer wird der künftige Service-Umsatz. Aufzüge und auch Rolltreppen müssen von Gesetzes wegen regelmäßig gewartet werden; auch in einer Krise. Dieser Bereich verzeichnet hohe Margen und benötigt nur wenig Kapital. In guten Zeiten wie jetzt legen Firmen wie Kone also die Basis für langjährigen Service-Umsatz mit der Aussicht auf spätere Modernisierung oder Neuinstallation.
  1. Die Bevölkerung weltweit wächst, immer mehr Menschen ziehen in die Städte. Dieser Megatrend wird langfristig vermutlich anhalten und dazu führen, dass entsprechend viele Aufzüge und auch Rolltreppen gebaut werden.
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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.