Konglomerate: Unsere Branchenfavoriten

Buffett übertraf wieder alle Erwartungen und schrieb neue Rekorde.

Berkshire Hathaway erzielte 2012 in der prekären Wirtschaftslage ein Umsatzplus von über 13%. Dabei konnten alle Geschäftsbereiche zum Wachstum beitragen.

Ausschlaggebend für die starke Entwicklung war vor allem die Logistiktochter McLane (+12,5%). Aber auch das Eisenbahngeschäft verlief solide. B.N.S.F. legte um rund 7% zu.

Aufgrund der Holding-Struktur sind viele Tochterunternehmen in der Sparte Sonstiges geführt. Die mehr als 80 Tochterfirmen erzielten insgesamt ein Umsatzplus von 32,5% und trugen anteilig zum Konzernerfolg bei.

Dank der profitablen Margen in vielen Geschäftsbereichen stieg der Gewinn insgesamt um satte 44,6% an.

Buffett kaufte den Ketchuphersteller Heinz für rund 23 Mrd $

Der Kaufpreis ist ungewöhnlich hoch und beträgt knapp das 15-fache des letzten Bruttogewinns. Zusammen mit dem Finanzinvestor 3G soll das Management von Heinz neu aufgebaut und der Umsatz überproportional gesteigert werden.

Das operative Geschäft soll Jorge Lemann übernehmen – ein alter Freund von Buffett und ausgewiesener Fachmann in der Lebensmittelindustrie.

Doch die positive Übernahme wird überschattet von einem Insider-Skandal. Am Vortag des Kaufangebotes investierte ein Händler in kurzlaufende Optionen auf die Heinz-Aktie.

Das Geschäft konnte nur mit einem rasanten Anstieg der Aktie erfolgreich sein. Die Auffälligkeiten wurden der Börsenaufsicht übermittelt und machten weltweit Schlagzeilen.

Trotz des hohen KGVs und fehlender Dividende erwarten wir eine überdurchschnittliche Kursentwicklung. Das Timing bleibt bei 4 Sternen.

Unternehmensporträt

Berkshire Hathaway ist eine diversifizierte Holding mit dem Kerngeschäft Versicherungen, und zwar sowohl Erstversicherungen (Sach- und Schadensversicherungen wie GEICO) als auch Rückversicherungen (General Re).

Engagements auch im Produktionsbereich (Shaw Industries) und im Energiebereich (MidAmerican Energy). Das Finanzinvestment-Portfolio umfasst Beteiligungen an Coca-Cola, Gillette, American Express u.a.

GESCO überzeugt mit robuster Marktaufstellung

GESCO stellte in den ersten 9 Monaten erneut seine Substanzstärke unter Beweis und überzeugte mit einer robusten Marktaufstellung. Trotz der Eurokrise und den starken konjunkturellen Schwankungen steigerte GESCO den Umsatz um über 8%.

Der Mittelstand in Deutschland florierte, GESCO profitiert

Dabei profitierte GESCO vor allem von der steigenden Nachfrage im Werkzeug- und Maschinenbaugeschäft. Trotzdem blieb die Auftragslage nur auf dem Vorjahresniveau. Im 3. Quartal gingen die Neuaufträge sogar zurück.

Dagegen legte der operative Gewinn um 7,1% auf rund 41 Mio € zu. Doch die hohen Kosten der Übernahmen belasteten das Ergebnis. Insgesamt sank der Gewinn um 11,3%.

Mit Akquisitionen hat GESCO den Grundstein für weiteres Wachstum gelegt

Zuletzt wurde das Unternehmensportfolio mit 3 soliden Zukäufen ausgebaut. Darunter die Kriftel GmbH für Fertigungstechnik, die Modell Technik GmbH und Protomaster Riedel & Co.

Langfristig erwarten wir einen Gewinnanstieg von über 30%. Auch für das kommende Geschäftsjahr sind weitere Übernahmen geplant.

Dabei soll besonders das gut laufende Kerngeschäft ausgebaut werden. Für die Akquisitionsstrategie stellt das Management rund 20 Mio € bereit. Dabei stehen zunächst kleinere Zukäufe im Fokus. Konkrete Unternehmen wurden aber noch nicht bekanntgegeben.

Von einem Aufschwung in der Eurozone würde GESCO extrem profitieren. Doch mit der starken Bilanz und dem hohen Auftragsbestand können auch weitere Rückschläge verkraftet werden.

Vor diesem Hintergrund erwarten wir eine überdurchschnittliche Kursentwicklung und behalten die Timing-Einstufung von 4 Sternen bei.

Unternehmensporträt

Die GESCO AG erwirbt als Beteiligungsgesellschaft mittelständische Industrieunternehmen, um sie langfristig zu halten und weiterzuentwickeln.

Seit der Gründung im Jahre 1989 hat GESCO ein Portfolio gesunder, substanzstarker Unternehmen aufgebaut, das durch gezielte Zukäufe gestärkt wird.

Aurelius Ergebnisentwicklung der vergangenen Jahre spricht für sich

Bei einer deutlichen Gewinnzunahme erzielte Aurelius kontinuierlich neue Umsatzrekorde. Mit Beteiligungen an substanzstarken Unternehmen ist der Konzern breit aufgestellt und resistent gegen konjunkturelle Schwankungen in einzelnen Sektoren.

Zugleich wurden aber auch marode Unternehmen wieder auf Erfolgskurs gebracht und die strategischen Weichen für weiteres Wachstum gestellt.

2012 knüpfte Aurelius an seine Rekordentwicklung an und steigerte den Umsatz um rund 48%

Besonders die erfolgreichen Transaktionen prägten das Geschäftsjahr. Dabei verkaufte der Konzern die entkonsolidierte Schabmüller GmbH sowie die Webagentur Consisto.

Im Gegenzug baute Aurelius das profitablere IT-Beratungsgeschäft und die Chemie-Sparte weiter aus. Auf der Einkaufsliste standen die IT-Unternehmen Thales und Steria Iberica sowie Briar Chemicals.

Zudem wurden die Tochterunternehmen LD Didactic und ISOCHEM durch kleine Akquisitionen gestärkt. Die Zukäufe schlugen sich insgesamt mit einem Plus von 412 Mio € in der Umsatzentwicklung nieder.

Der Gewinn legte um rund 241% zu. Allerdings sind die Daten nicht vorbehaltlos vergleichbar, da das Konzernergebnis 2011 durch hohe Einmaleffekte belastet wurde.

Doch auch der operative Gewinn stieg kräftig an und erzielte ein Plus von rund 73%. Die Erfolge gibt der Konzern mittels einer überproportional hohen Dividendenzahlung an seine Aktionäre weiter. Zugleich sollen aber auch junge Aktien emittiert werden.

Wir erwarten eine überdurchschnittliche Kursentwicklung und nehmen Aurelius mit 4 Sternen in die Aktien-Analyse auf.

Unternehmensporträt

Aurelius ist auf die Akquisition von Unternehmen mit hohem Entwicklungspotenzial spezialisiert. Die Konzepte sind individuell auf jedes der 18 Tochterunternehmen zugeschnitten und ermöglichen eine nachhaltige Unterstützung.

Dabei ist Aurelius in den unterschiedlichsten Branchen vertreten. Zu den Tochterunternehmen gehören Blaupunkt, Berentzen und ISOCHEM.

20. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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