Konglomerate: Vielfältigkeit als Wettbewerbsvorteil

In Zeiten von Konjunkturschwächen und Finanzkrisen profitieren Konglomerate besonders von ihrer breiten Marktaufstellung.

Dabei können Nischen besser bedient und Schwankungen in vereinzelten Sparten kompensiert werden. 3M ist mit einer vielfältigen Produktpalette international aufgestellt.

Während die Geschäfte im Techniksegment zurückgingen, konnte der Industrie- und Konsumhandel zulegen. Unterm Strich stieg der Gewinn um fast 4%.

Auch Danaher profitierte von der breiten Diversifikation. Das Geschäft mit Medizin-Technologien erwies sich als besonders krisenresistent und erzielte ein sattes Umsatzplus von 40%.

Aber nicht alle Geschäftsbereiche konnten mit dem rasanten Wachstum mithalten und stagnierten fast auf dem Vorjahresniveau. Insgesamt stieg der Umsatz um 13,5% an.

Ebenso erkannten die GESCO AG und Danaher die Vorteile einer breiten Marktaufstellung. Mit einer aggressiven Akquisitionsstrategie und gezielten Übernahmen soll der Grundstein für neues Wachstum gelegt werden.

Auch Hutchison Whampoa überzeugte uns in den verschiedensten Sparten. Dabei sorgten die Geschäfte mit Immobilien, im Einzelhandel und der Telekommunikations- Sparte für wachsende Erträge.

Buffett kauft Ketchup

Das Orakel von Omaha hat wieder zugeschlagen. Buffett kaufte zuletzt den Ketchup-Giganten Heinz für rund 23 Mrd $. Die Übernahme passt einerseits in das Beuteschema des Investors, birgt aber gleichzeitig auch einige Auffälligkeiten.

Der Kaufpreis ist ungewöhnlich hoch und beträgt fast das 15-fache des letzten Bruttogewinns. Dabei stammt aber nur die Hälfte des Übernahmegebots von Berkshire Hathaway.

Die restlichen Anteile übernimmt der Finanzinvestor 3G Capital. Die Zusammenarbeit überraschte. Grundsätzlich lehnt Buffett den engeren Kontakt mit Private-Equity-Unternehmen kategorisch ab.

Doch der Inhaber von 3G Capital, Jorge Lemann, ist ein alter Freund von Buffett und soll künftig das operative Geschäft von Heinz Ketchup übernehmen.

Die wertorientierte Übernahme wird von einem Insider-Skandal überschattet. Vor Bekanntgabe des Kaufangebotes investierte ein Händler in Optionen auf die Heinz-Aktie.

Das Geschäft konnte nur mit einem gewaltigen Kursanstieg erfolgreich sein. Rächt sich schon jetzt die Zusammenarbeit mit 3G Capital? Die Börsenaufsicht SEC überprüfte weitere ungewöhnliche Finanzwetten und fror erste Schweizer Konten ein.

Unsere Neuaufnahme in die Aktien-Analyse – Aurelius

Aurelius  ist auf die Übernahme von Unternehmen mit hohem Entwicklungspotenzial spezialisiert. Mit einer robusten Kapitaldecke werden gezielt schwächelnde Unternehmen unterstützt und operativ begleitet.

Dabei setzt Aurelius selbst die strategische Weichenstellung. Die nachhaltige Entwicklung steht an erster Stelle. Die Erfolge sprechen für sich. Aurelius erzielte fast kontinuierlich neue Rekordergebnisse.

Allein 2012 konnte der Umsatz um rund 48% gesteigert werden. Durch strategische Akquisitionen werden geschickt Synergieeffekte genutzt und langfristiges Wachstumspotenzial sichergestellt.

Im Gegenzug werden aber auch endkonsolidierte Unternehmen wieder teuer verkauft. Neben dem hoch rentablen Geschäftsmodell überzeugt uns die attraktive Dividendenpolitik.

19. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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