Konjunktur: Schlechteste Geschäftserwartungen seit der Finanzkrise 2009

Kurse Hand Charts Crash – MR.LIGHTMAN1975 – shutterstock_413650720

Nach der Exportindustrie ist jetzt auch der Mittelstand in Deutschland von den schlechten Wirtschaftsaussichten massiv betroffen. (Foto: MR.LIGHTMAN1975 / Shutterstock.com)

Schaut man auf die Börse bekommt man schnell den Eindruck eines endlos laufenden Wirtschaftsaufschwungs. Die Kurse stiegen in immer größere Höhen und haben in den USA zuletzt sogar immer wieder Rekordstände erreicht – die natürlich US-Präsident Donald Trump als seinen persönlichen Erfolg feiert.

Doch diese Entwicklung ist ungesund und kann nicht mehr lange so weitergehen. Dabei ziehen auch schon jetzt dunkle Wolken am Konjunkturhimmel auf. Wie der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (BVR) und die DZ Bank, das Zentralinstitut für Kreditgenossenschaften, jetzt mitteilten, sind auch in der deutschen mittelständischen Industrie inzwischen die Geschäftserwartungen auf den tiefsten Stand seit der Finanzkrise 2009 gesunken. Damit erreicht der Konjunktureinbruch auch immer mehr die inlandsorientierte, mittelständische Industrie und ist nicht mehr auf den Exportsektor beschränkt.

Genau hier sehe ich eine große Gefahr. Während bislang eben vor allem stark exportorientierte Firmen wie die Automobilindustrie von der Konjunkturschwäche betroffen waren, weitet sich die Krise jtzt auch auf andere Wirtschaftsbereiche aus.

Dazu passt auch eine Meldung des Bundeswirtschaftsministeriums, welche besagt, dass Industrie, Bau und Energieversorger die Produktion im Oktober um 1,7 Prozent reduziert haben – der größte Rückgang seit einem halben Jahr.

Krise breitet sich immer weiter aus… jetzt ist auch der Mittelstand betroffen

Sie sehen: Sowohl die Großindustrie wie auch mittelständische Unternehmen geraten jetzt zunehmend in Probleme. Interessant ist auch, dass immer wieder der Vergleich zur Finanzkrise 2008/2009 gezogen wird, und das, obwohl wir derzeit noch gar keine Finanzkrise haben. Das zeigt Ihnen auch, dass die nächste Finanzkrise schlimmer werden wird als die im Jahr 2008. Denn damals gab es zuvor keinen Wirtschaftseinbruch, den wir jetzt schon erleben. Die Fallhöhe für den nächsten Einbruch ist deutlich größer als eben vor der Wirtschaftskrise 2008/2009.

Auch wird es immer schwerer, die hohen Börsenkurse zu rechtfertigen. Wenn die reale Wirtschaft immer weniger wächst oder sogar schrumpft, dann können auch die Aktienwerte nicht weiter nach oben getrieben werden, ohne dass die Crash-Gefahr steigt. Alles in allem zeigt Ihnen die Entwicklung, dass es so, wie in den letzten 10 Jahren, nicht mehr weitergehen wird und Sie unbedingt aktiv vorsorgen sollten.

Flughafen Frau Flugzeug – shutterstock_548711977 IlkerErgun

Ein Crash und seine Folgen: Thomas Cook -Pleite für zu MilliardenschädenDie Thomas Cook-Pleite ist eine Mega-Pleite – mit Folgen die weit über den Tourismus hinausgehen. Doch so etwas kann auch in anderen Branchen passieren. › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Günter Hannich. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz