Henkel positive Quartalszahlen: Wachstum sogar in Russland

Der in Düsseldorf ansässige Konsumgüterkonzern Henkel hat heute morgen seine Quartals- und 9-Monats-Zahlen vorgelegt. Das stark in Russland engagierte Unternehmen trotzt der dortigen Krise und konnte seinen Umsatz in dieser Region sogar steigern.

„In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld hat sich Henkel im 3. Quartal 2014 gut entwickelt. Wir haben den Umsatz in allen Unternehmensbereichen organisch erhöht und unsere Profitabilität weiter gesteigert“, sagte Henkel-Chef Kasper Rorsted.

Die Quartalszahlen im Überblick

Im 3. Quartal 2014 steigerte Henkel seinen Umsatz um 1,2% auf 4,24 Mrd. Euro. Ohne die negativen Währungseffekte, die mit 2,2% zu Buche schlagen, kommt das Unternehmen sogar auf einen Umsatzzuwachs in Höhe von 3,4%

In den drei großen Unternehmensbereichen wuchs der Umsatz zwischen 0,8 und 3,5%. Das um Einmaleffekte bereinigte betriebliche Ergebnis stieg um 3,1% von 672 auf 693 Mio. Euro. Der operative Gewinn (EBIT) verringerte sich von 649 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 603 Mio. Euro im 3. Quartal 2014.

Die bereinigte EBIT-Marge legte um 0,3 Prozentpunkte auf 16,4% zu und die Umsatzrendite erreichte 14,2% nach 15,5% im Vorjahr. Der Quartalsüberschuss lag bei 450 Mio. Euro nach 469 Mio. Euro im 3. Quartal 2013.

Die 9-Monats-Zahlen von Henkel

Der 9-Monats-Umsatz blieb aufgrund von Wechselkurseffekten mit 12,3 Mrd. Euro nominal um 1,6% unter dem Vorjahreswert. Allerdings ist der Umsatz in den ersten 9 Monaten des Jahres 2014 organisch um 3,3% gewachsen. Zu dieser guten Entwicklung trugen nach Unternehmensangaben alle Geschäftsbereiche bei.

Das bereinigte betriebliche Ergebnis von Henkel stieg in dieser Zeit um 2,8% von 1,93 auf 1,99 Mrd. Euro und die EBIT-Marge stieg von 15,5 auf 16,1%. Auch an dieser erfolgreichen Entwicklung waren alle Geschäftsbereiche beteiligt.

Der bereinigte Gewinn belief sich nach 9 Monaten des Jahres 2014 auf 1,46 Mrd. Euro und stieg somit um 7,8% nach 1,35 Mrd. Euro im Vorjahr an. Der bereinigte Gewinn je Vorzugsaktie (EPS) übertraf mit 3,37 Euro den Vorjahreswert um 7,7%.

Ausblick und Fazit: Solider Dividendenwert

Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet Henkel weiterhin ein organisches Wachstum von 3 bis 5%. Zuletzt war Henkel massiv auf Einkaufstour und hat allein im 2. Quartal 2014 Zukäufe im Gesamtwert von rund 1,2 Milliarden Euro bekanntgegeben.

Größter Brocken dabei war die Übernahme der französischen Spotless-Group für rund 940 Mio. Euro. Henkel will mit Hilfe dieser Übernahme das Waschmittelgeschäft rund um Persil in Europa weiter ausbauen. Der Konzern will auch mit Zukäufen seinen Umsatz bis 2016 auf rund 20 Milliarden Euro hochschrauben.

Wenn Sie Henkel-Aktionär sind oder sich für die Aktie interessieren, sollten Sie Ihren Blick vor allem darauf richten, wie und ob das Unternehmen es schafft, seine mittelfristigen Ziele zu erreichen. Hier sollte nicht nur das Umsatzwachstum, sondern auch die Profitabilität im Fokus stehen.

Wenn Henkel seine Ziele erreicht, bietet Ihnen die Henkel-Aktie sicherlich noch ein attraktives Kurspotenzial. Neben dem möglichen Kurspotenzial überzeugt der Konsumgüterkonzern mit einer soliden Dividende.

11. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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