Kontraindikator: Zunehmende Aufschwungmeldungen

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In den Medien tauchen immer mehr Meldungen über einen bevorstehenden Aufschwung auf. Das ist für mich ein klarer Kontraindikator – es wird bestimmt anders kommen. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Erst vor wenigen Tagen hat die Bundesregierung wieder extrem optimistische Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung vorgelegt. Im Grunde ist es derzeit doch so, dass Ihnen in den Medien derzeit fast täglich Meldungen über einen bevorstehenden Konjunkturaufschwung präsentiert.

So hat sich auch das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) zu Wort gemeldet und prognostiziert für Deutschland einen Weg in die Hochkonjunktur. Deutschland sei damit auf der Sonnenseite der wirtschaftlichen Entwicklung.

Doch für mich sind solche Jubelmeldungen eher Anlass zur Besorgnis. Vor nahezu allen Krisen der letzten Jahre gab es eine solche Aufschwungpropaganda. Noch im Jahr 2000 wurde von Finanzexperten prophezeit, dass wir in ein „neues Zeitalter“ eintreten würden, in dem alte Regeln der Finanzwirtschaft nicht mehr gelten würden.

Das gleiche erlebten wir alle auch noch einmal 2008 kurz vor der Finanzkrise. Auch damals wurde behauptet, ein breit angelegter „Aufschwung“ würde die Wirtschaft erfassen und bald auch beim Normalbürger ankommen.

Experten liegen bei Prognosen fast immer daneben

Wie wir aber heute wissen kam alles anders. Doch was jeweils kam, war kein Aufschwung, sondern ein massiver Crash – und die fielen auch noch extrem heftig aus. So stürzte der DAX nach

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Dem Jahr 2001 um 75% ab. In der Finanzkrise 2008 büßte der deutsche Leitindex fast 50% ein.

Passend zur Genauigkeit von Prognosen hat die Unternehmensberatung McKinsey eine Studie vorgelegt, wonach diese Prognosen in den letzten 25 Jahren regelmäßig viel zu optimistisch und die darin genannten Wachstumsraten durchschnittlich sogar um 100% zu hoch angesetzt waren.

Für mich sind deshalb solche Aufschwungsmeldungen ein klarer Kontraindikator. Was bedeutet das nun genau für die weitere Entwicklung? Zunächst einmal wird es anders kommen als vorhergesagt.

Auch diesmal gibt es angesichts der massiven Überbewertung an der Aktienbörse, den ganzen Krisen um den Euro, sowie der Vielzahl geopolitischer Verwerfungen keinen „Aufschwung“, sondern einen Crash, dessen Ausmaße eine bisher noch nicht gekannte Größenordnung annehmen könnten.

Deshalb ist es wichtig für Sie, dass Sie sich auch weiterhin aktiv durch eine breite Streuung Ihres Vermögens absichern.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.