Kriegsgefahr wächst: Größte Militärparade der Geschichte in Moskau

Anlässlich der Feiern zum siebzigsten Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland gab es am 9. Mai dieses Jahr in Russland die größte Militärparade der Geschichte auf dem Roten Platz in Moskau.

Nicht einmal zu finstersten Sowjetzeiten wurde eine solch pompöse Waffenschau veranstaltet. Haben Sie die Bilder dazu im Fernsehen gesehen? Ich fand das schon sehr befremdlich. Russland ist eine Großmacht.

Das hat diese Parade auf jeden Fall noch einmal klar unterstrichen. Aber militärische Stärke so plakativ zur Schau zu stellen, ist doch schon ungewöhnlich in der heutigen Zeit.

Markante Truppenaufmärsche sind eher aus anderen Ländern wie Nordkorea oder auch China bekannt. Für mich sind solche Ereignisse ein Warnsignal, dass es schon bald zu neuen kriegerischen Aktionen Moskaus kommen könnte. Auch aus der Geschichte ist bekannt, dass Kriegen oft größere Waffenfeiern vorangingen.

Beispiele dafür sind vergleichbare Veranstaltungen vor dem Ersten und Zweiten Weltkrieg in den Ländern, die sich kurze Zeit später als Kriegsparteien auf den Schlachtfeldern gegenüber standen. Eine schleichende Militarisierung der Gesellschaft ist ohne Frage ein klares Warnsignal. Doch auf so etwas wird hier im Westen auch kaum geachtet.

Für Putin gehören militärische Aktionen mit zu seiner Politik – mit dramatischen Folgen

Doch mir ist auf jeden Fall klar: Die Ereignisse des vergangenen Jahres rund um die Ukraine-Krise und die Annexion der Krim haben ganz klar gezeigt: Russland schreckt unter Führung seines Präsidenten Putin eben auch vor militärischen Lösungen von Probleme nicht zurück. In jedem Fall ist hier Moskau für eine Überraschung gut. Ich befürchte zudem, dass dies keine positive Überraschung sein wird.

Schon länger befürchtet die NATO einen Angriff Russlands auf einen oder mehrere der baltischen Staaten, um ihre Reaktion darauf zu testen. Das haben viele Beobachter im Westen überhaupt nicht auf dem Radar. Doch genau diese Unbekümmertheit kann sich schnell als Fehler erweisen.

Die Lehre aus solchen offensichtlichen Machtspielen ist klar: Militärische Optionen gehören wieder zur aktuellen geopolitischen Lage mit hinzu. Doch solche Ereignisse werden jedoch an den Aktienbörsen überhaupt nicht eingepreist. Wenn es jedoch zu solch einem kriegerischen Ereignis kommt, dann wird das die völlig überzogenen Aktienbörsen massiv einbrechen lassen.

Deshalb ist es extrem wichtig, dass Sie sich weiter absichern. Das tun Sie mit einer flexiblen Aufteilung des Vermögens. Dazu gehören auf jeden Fall auch Fremdwährungen und Edelmetalle als Absicherung. Mehr Informationen zu den weiteren Bausteinen erhalten Sie regelmäßig an dieser Stelle.

22. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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