Krisen: Und die Märkte steigen doch!

Es vergeht wohl kaum ein Tag, an dem Sie nicht von Krisen oder Kriegen hören oder lesen:

K R I S E N

  • Krim,
  • Russland,
  • Ukraine,
  • Syrien,
  • Flüchtlinge,
  • Euro,
  • BrExit,
  • Griechenland,
  • Terror-Anschläge,
  • wenig planbare Politik in den USA.

Jetzt kommt auch noch die Unsicherheit durch die von Erdogan in der Türkei gewonnene Abstimmung über die Verfassung hinzu.

Und schließlich noch das: Trump kollidiert mit dem Diktator aus Nordkorea. – Was ist, wenn es da wirklich knallt?

Fehlt etwas?

Vermutlich; so z. B. die unverändert schwebende Gefahr einer Bankenpleite mit der Folge einer Finanzkrise, so wie bei der Insolvenz von Lehman Brothers im Jahr 2008.

Bei dem Stichwort „Bankenpleite“ fällt mir dann wieder ein, dass die US-Regierung den Banken das Zocken wieder erleichtern will.

Fehlt noch etwas?

Wahrscheinlich; ist aber auch unwichtig – zumindest ist es unwichtig für die Märkte.

Wichtiger Hinweis:

Das kann ich nicht ohne den Hinweis schreiben, dass Krisen und Kriege für betroffene Menschen gravierende Auswirkungen haben, die im Extremfall (Krieg und Flucht vor Krieg) mit dem Leben bezahlt werden.

Und auch bei Verlust der Heimat oder Not und Elend sowie – eine Nummer kleiner – bei Verlust des Arbeitsplatzes wie im Nachgang der Finanzkrise ist es natürlich ganz und gar nicht unwichtig, ob ich eine Krise nicht erwähnt habe.

Aber hier geht es ausschließlich um die Auswirkungen auf die Märkte. Für diesen speziellen Blickwinkel gilt meine Bewertung der Krisen mit „unwichtig“.

Krisen und Krise: Und die Märkte steigen doch!

Die Krisen der Vergangenheit lassen sich nicht ansatzweise aufzählen. Aber wahlweise haben die Märkte diese völlig ignoriert oder nur kurz gezuckt.

Ob Irak-Kriege oder der Anschlag auf das World Trade Center; nichts hat die Märkte nachhaltig aufgehalten.

Die großen Crashes der letzten Jahre wurden ausgelöst durch das Platzen der Dotcom-Blase (Internet-Blase) und durch die Finanzkrise.

Aber ob nach den Jahren 2000 – 2003 (Internet-Crash) oder nach 2007/2008 (Finanzkrise); der DAX 30 und alle anderen wichtigen Aktienindizes haben immer wieder zugelegt.

Die aktuelle Lage bewerte ich als gut

Derzeit haben wir keine Übertreibung der Märkte; so wie in den Jahren vor dem Dotcom-Crash.

Und wir haben auch keine Finanzkrise. Die konzertierte Null- bzw. Niedrigzins-Politik wichtiger Notenbanken rund um den Globus lässt ein Aufflammen derzeit nicht zu.

Stattdessen kommt in dieser Woche die aktuelle Berichts-Saison in Schwung – gut möglich, dass dadurch der Startschuss zur nächsten Rally ausgelöst wird. Denn:

Skeptische Fondsmanager können Rally auslösen

Positiv bewerte ich auch, dass viele Fondsmanager einen deutlichen Rücksetzer erwarten und deshalb große Cash-Bestände aufgebaut haben.

Diese unsicheren Fondsmanager können damit keinen Druck auf die Märkte ausüben.

Auf der anderen Seite kann es aber täglich dazu kommen, dass diese bei guten Unternehmens-Zahlen und -ausblicken auf den fahrenden Zug aufspringen, um weitere Kursgewinne nicht zu verpassen.

Sie sorgen dann zusätzlich für dynamisch steigende Märkte.

Für diese Marktlage sind wir mit Call-Optionen mit langer Laufzeit vorbereitet und investiert – wie genau, sehen Sie im Optionen-Profi.

Zum guten Schluss: Heute vor 62 Jahren, also am 18.04.1955, verstarb der Nobelpreisträger und zum größten Physiker aller Zeiten gewählte Albert Einstein.

Er schrieb: „Das Geld zieht nur den Eigennutz an und verführt stets unwiderstehlich zum Missbrauch.“

Ganz so ausschließlich wie Einstein sehe ich das nicht, aber die Gefahr, dass es so ist, ist unzweifelhaft vorhanden. Ich wünsche Ihnen einen glücklichen Umgang mit Geld und sende Ihnen beste Grüße.

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

18. April 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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