Krisen und ihre verschiedenen Eigenarten

Politik und Mainstream verschweigen Ihnen eine Katastrophenmeldung: Viele OECD-Länder stehen mit dem Rücken an der Wand. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Von der Politik und den Mainstreammedien wurde und wird Ihnen noch immer eingebläut, die Schuldenkrise wäre vorbei. Doch Pustekuchen. Es ist alles noch viel schlimmer als zuvor.

Damit Sie die Zusammenhänge richtig verstehen, haben wir Ihnen zunächst einen Überblick über das verwirrende Krisen-Potpourri verschafft.

So wissen Sie nun die Unterschiede zwischen Wirtschafts-, Währungs-, Finanz(markt)- und Bankenkrisen. Und auch, was es mit Staatsbankrotten tatsächlich auf sich hat.

Die OECD und ihre Mitgliedsstaaten

Auch die OECD hat ein dickes Problem – weisen die Mitgliedsländer doch eine astronomisch hohe Staatsverschuldungs-Bilanz auf. Mit allen Unwägbarkeiten.

Die OECD, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-operation and Development) hat derzeit 35 Mitgliedsländer:

Belgien, Irland, Niederlande, Schweiz, Dänemark, Island, Norwegen, Spanien, Deutschland, Italien, Österreich, Frankreich, Kanada, Portugal, Griechenland, Luxemburg, Schweden, Türkei, USA, Großbritannien, Japan, Tschechien, Chile, Finnland, Südkorea, Slowenien, Australien, Ungarn, Israel, Neuseeland, Polen, Estland, Lettland, Slowakei, Mexiko.

Das müssen Sie über die OECD wissen

Die OECD will eine Politik befördern, die das Leben der Menschen weltweit in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht verbessert.

Deshalb bietet die Organisation Regierungen ein Forum für Zusammenarbeit (Erfahrungsaustausch, Lösungssuche für gemeinsame Probleme etc.). Dementsprechend werden zum Beispiel die weltweiten Waren- und Finanzströme und die Produktivität gemessen.

Mit diesen Analysen und Daten können künftige Trends vorausgesagt werden. Aufgrund derer spricht die OECD dann Politikempfehlungen aus.

Das Versagen der OECD-Länder

Doch nun ist es Fakt: In den letzten zehn Jahren hat sich die Staatsverschuldung der OECD-Mitgliedsländer annähernd verdoppelt. Lag diese im Jahr 2008 noch bei 25 Billionen US-Dollar, wird sie 2018 rund 45 Billionen US-Dollar betragen.

Und das bei einem steigenden Wirtschaftswachstum. Dieses lag 2018 weltweit bei 3,7 %. In der Eurozone bei 2,1 % und in den OECD-Ländern bei 2,4 %.

Wie dem auch sei: Offensichtlich hat die Politik in den OECD-Ländern dahingehend komplett versagt. Warum das so ist, erfahren Sie, wenn Sie weiterlesen.

Die Staatsschulden der Industrieländer im Feuer

Experten unken, dass mit dem globalen Wirtschaftsaufschwung auch die Niedrigzinszeit vorübergeht. Einerseits wäre das gut für Sie als Sparer. Andererseits bedroht das massiv die Haushalte der Industrieländer.

Und wissen Sie warum? Durch die Niedrigzinsen haben diese ihre Staatsschulden sehr günstig finanzieren können. So lagen beispielsweise in den USA und Japan die Zinsen in den letzten beiden Jahren bei unter 2,5 % bzw. unter 0,1 %.

Konkrete Zahlen für die Staatsschulden können wir Ihnen auch nennen:

Bei den OECD-Mitgliedsländern stieg die Verschuldungsquote von 2007 bis 2016 um über 24 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) an! Konkret: Von 49,5 % auf 74 %.

Das bedeutet: Schluss mit lustig.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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