Krisen-Indikator: Deutschland erzielt 2016 Rekord-Export-Überschuss

Wie das Statistische Bundesamt kürzlich mitteilte, erzielte Deutschland im letzten Jahr nicht nur einen neuen Rekord beim Export, sondern auch – nach Abzug der Importe – beim Export-Überschuss:

Mit knapp 253 Mrd. € wurde der letztjährige Rekordwert von 244 Mrd. € noch einmal um 9 Mrd. € deutlich übertroffen.

Doch was sich auf den 1. Blick positiv darstellt, ist bei näherer Betrachtung ein Alarmzeichen:

Wenn wir einen Export-Überschuss haben, dann bedeutet das für andere Länder gegenüber Deutschland automatisch ein Export-Defizit.

Das hat zur Folge, dass diese Länder uns gegenüber immer mehr Schulden aufbauen. Und genau hiervon gehen auch die größten Gefahren aus.

Target2-Salden wieder nah an den Rekordständen

Der Großteil der deutschen Exporte geht in das EU-Ausland und genau hier wachsen derzeit die Auslands-Schulden im Rekordmaßstab.

Das können Sie auch am wachsenden Target2-Saldo sehen, der inzwischen bei einem Rekordwert von über 800 Mrd. € liegt.

Das Target2-System dient eigentlich dazu, Überweisungen im Euroraum zwischen den Ländern zu ermöglichen und auszugleichen.

Dieser Target2-Saldo zeigt Ihnen jedoch, dass die Notenbanken der schwachen Staaten im Euro-System ihre Schulden eben nicht mehr ausgleichen, sondern anhäufen.

Und das ist direkt mit dem deutschen Export-Überschuss verbunden.

Der ganze Export-Überschuss Deutschlands nützt uns also nichts, weil dadurch der Schuldenberg der schwachen Länder uns gegenüber immer größer wird.

Die derzeitigen Rekordmarken zeigen, dass das Euro-System schon wieder gefährlich aufgebläht ist und wie 2011 beim Beginn der Eurokrise kurz vor dem Platzen steht.

Auch damals waren sowohl der Export-Überschuss als auch die Target2-Forderungen auf einem Rekordniveau.

Die Eurokrise hat damals das Euro-System massiv unter Druck gebracht und beinahe den Euro als Währung gesprengt, weil die schwachen Staaten vor der Pleite standen.

Aktive Absicherung ist gut für Ihr Vermögen

Für Sie heißt das, dass Sie gut daran tun, sich gerade jetzt aktiv gegen den unweigerlich kommenden Euro-Kollaps abzusichern.

Das tun Sie v. a., wenn Sie in Fremdwährungen aber auch Edelmetalle investieren.

24. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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