Krisenszenario: Massenflucht aus den Euro-Ländern

Nicht nur die Euro-Rettungs- und EZB-Politik, sondern auch das Asyl-Drama spaltet die EU wie nie zuvor. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Nicht nur die unsägliche Euro-Rettungs- und EZB-Politik, sondern auch das Asyl-Drama spaltet die EU wie niemals zuvor.

Mehr noch – treibt sie immer mehr dem Abgrund zu.

Nun kennen Sie die Fakten, die anderen verborgen bleiben

Deshalb haben wir Ihnen hier Crash-Szenarien verraten, die längst schon ausgearbeitet bei den Entscheidungsträgern aus Politik, Militär, Geheimdiensten, Wirtschaftsunternehmen, Versicherungen und Banken vorliegen.

Doch diese Planspiele werden Ihnen nicht verraten, um keine Unruhe in der Bevölkerung aufkommen zu lassen. Bis jetzt.

Versicherer sind immer gut informiert

Selbst die Versicherungsbranche bereitet sich schon längst auf den Crash vor, rechnen mit zahlreichen Risiko-Szenarien, die von einer plötzlich steigenden Inflation, Staatspleiten, Euro-Austritten bis zu einem Auseinanderbrechen der Euro-Zone reichen.

Oder anders ausgedrückt: Die Versicherer, die immer gut informiert sind, bereiten sich sprichwörtlich auf alles vor.

Auch deutsche Wirtschaft stellt sich auf die drohende Katastrophe ein

Die deutsche Wirtschaft stellt sich ebenfalls auf ein Katastrophenszenario ein: Firmen setzen Anwälte und Unternehmensberater darauf an oder holen bereits ausgearbeitete Notfallpläne aus der Schublade.

Die Maßnahmenkataloge sehen auch unternehmensinterne Steuerung von Zahlungsströmungen vor, um Länderrisiken zu minimieren. Oder passen die Wirksamkeit ihrer Verträge für eine sogenannte Nach-Euro-Zeit an.

„Manche Unternehmen versuchen, ihre flüssigen Mittel aus den Krisenländern so weit wie möglich abzuziehen, um der Gefahr zu entgehen, dass die Guthaben nach einem Euro-Austritt plötzlich etwa in Drachmen umgewandelt werden“, erklärt beispielsweise ein Jurist dazu.

Zudem prüften Unternehmen, ob sie Kosten, die durch einen Währungs-Crash bedingt wären, steuerlich absetzen könnten.

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Die Wahrscheinlichkeit eines Crashs

Schon vor sechs Jahren hielt rund ein Drittel der Führungskräfte in deutschen Unternehmen für wahrscheinlich, dass der Euro in einen Nord- und einen Süd-Euro zerfallen könnte.

Laut einer damaligen Umfrage der Unternehmensberatung Roland Berger bereitete sich bereits jede dritte Firma in Europa auf den Zerfall der Euro-Zone vor.

Wohlgemerkt: Und das war längst vor der spalterischen Flüchtlingspolitik durch Angela Merkel.

Konkrete Crash-Vorbereitungen bei deutschen Unternehmen

Aufgrund dieser Skepsis, wurden längst schon hohe Geldbeträge in wichtige Einkaufswährungen wie etwa den Dollar umgeschichtet.

So änderten beispielsweise auch Reisekonzerne ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen. In entsprechenden Klauseln heißt es dazu beispielsweise sinngemäß: „Tritt das Land des Vertragspartners aus dem Euroraum aus, gilt beim Rechnungsverkehr stets der am Tag des Austritts staatlich festgelegte Wechselkurs.“

Als Gerichtsstand wird explizit Deutschland festgeschrieben.

Alle bereiten sich schon längst auf den Zusammenbruch vor

Sie sehen also: Selbst Großkonzerne und Unternehmen, Versicherer, Investoren und Banken wappnen sich also schon längst für den Fall der Euro-Zone. Und erhöhen damit das Risiko, dass genau dies geschieht.

Entscheidend aber ist, dass Sie ebenfalls davon wissen. Von den möglichen Szenarien und wie Sie Ihr Vermögen schützen können.

Auf den letzten Punkt werden wir hier in der nächsten Beitragsreihe näher eingehen.


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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.