Krisenwarnung: IWF warnt vor Crash-Gefahr

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Seit der Finanzkrise 2008/09 sind viele Auslöser gar nicht gelöst worden – und viele neue Probleme sind hinzugekommen. (Foto: MR.LIGHTMAN1975 / Shutterstock.com)

Nun ist es schon wieder gut 10 Jahre her, dass die globale Finanzkrise viele Vermögenswerte rund um den Globus vernichtet hat. Doch hier ist eine Sache ganz wichtig: Diese lange Zeit hat auch dazu geführt, dass viele Beobachter die alten Gefahren aus dem Auge verloren haben.

Irgendwie hat sich ein Optimismus eingestellt, der die Börsen immer weiter antriebt. Allein in diesem Jahr hat der DAX bis jetzt schon um mehr als 15% zugelegt. Doch unter der Oberfläche brodelt es weiter. Die alten Krisenfahren sind zum großen Teil nicht gelöst worden. Hinzu kommen jetzt noch etliche neue Gefahren.

Daher nimmt auch die Zahl der Krisenwarnungen immer mehr zu. So hat jetzt der Internationale Währungsfonds (IWF) anlässlich seiner Frühjahrstagung vor neuen Crash-Gefahren für das Finanzsystem gewarnt. Auch 10 Jahre nach der Finanzkrise gebe es einen hohen Bestand an faulen Krediten bei den Banken. Dazu kommen große Anteile an Staatsanleihen kritischer Länder. Auch die extrem gestiegenen Immobilienpreise stellen nach Auffassung des IWFs ein großes Risiko dar.

Die Gefahr für den Mega-Crash nimmt zu

Ich sehe es sogar noch kritischer: Nicht nur faule Kredite und eine Anleihenblase, sowie eine Immobilienblase bedrohen heute das Finanzsystem, sondern zusätzlich auch noch eine extreme Überschuldung. Denn seit der Finanzkrise 2008 haben sich die Schulden weltweit nochmals um etwa 50 Prozent aufgebläht.

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Das bedeutet: Die Ursache der Finanzkrise 2008, die Überschuldung, wurde nie behoben. Im Gegenteil, die Probleme sind heute noch weitaus größer als damals. Auch die Aktienmärkte sind, wie der marktbreite amerikanische Aktienindex S&P 500 beispielhaft zeigt, deutlich stärker aufgebläht.

Die Kurse sind heute fast doppelt so hoch wie damals. Auch geopolitische Verwerfungen, wie der Konflikt zwischen Russland und dem Westen, oder der Handelskonflikt zwischen den USA und China, waren 2008 noch kein Thema.

Deshalb gehe ich weiter davon aus, dass sich die Probleme kumulieren werden und es nicht nur zu einem Aktiencrash wie im Jahr 2000 oder einem Immobiliencrash wie 2008 kommen wird, sondern zu einem Megacrash. Das ist der Grund, warum Sie sich gerade jetzt mit dem aktiv dagegen absichern sollten. Mit einer breiten Streuung des Vermögens wozu auf jeden Fall auch Fremdwährungen, Edelmetalle und Short-Werte gehören.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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