Krisenwarnung: Zwei Drittel der US-Finanzchefs erwarten Rezession

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Zwar steigen die Börsen in den USA immer weiter. Doch die wirtschaftliche Lage verschlechtert sich stetig – eine Rezession halten immer mehr Manager für wahrscheinlich. (Foto: Volodymyr Kyrylyuk / shutterstock.com)

In den USA klettern die Börsenkurse immer weiter. Wie erst kürzlich hier erwähnt ist der Technologieindex Nasdaq 100 sogar auf ein neues Rekordhoch angestiegen. Gerade die High-Tech-Aktien – ob nun Microsoft, Apple oder Amazon – treiben die Aktienmärkte an. Doch genau das gibt ein völlig falsches Bild wieder. Diese Unternehmen repräsentieren nicht die wirkliche US-Wirtschaft.

Wenn aber der Aufschwung an den Börsen nicht von der Masse der Aktien, sondern nur von wenigen Titeln angetrieben wird, sorgt das für ein besonders hohes Rückschlagpotenzial weshalb es gerade bei diesen Werten dann kurzfristig nach unten geht. Einen ersten Vorgeschmack haben wir im 4. Quartal2018 erlebt. Da sackten zuerst die Kurse im High-Tech-Segment nach unten und die zogen dann den gesamten Aktienmarkt mit sich. So etwas ist jetzt jederzeit wieder möglich. Daher ist wirklich Vorsicht angesagt.

Rezessionsgefahr in den USA nimmt massiv zu

In der Breite der Wirtschaft sieht die Realität eben alles andere als rosig aus. Das zeigen ganz aktuelle Daten. Es ist eben nicht so, dass dieser Optimismus an den Börsen tatsächlich auch gerechtfertigt ist, weil die Konjunktur so gut läuft. Laut einer Umfrage unter 1.500 Finanzchefs von Unternehmen in den USA erwarten 76 Prozent von ihnen eine Rezession innerhalb der nächsten 16 Monate. 38 Prozent sehen den Beginn der Rezession sogar schon Anfang nächsten Jahres. Die Zahl der Optimisten, die von einer positiven Entwicklung der US-Wirtschaft überzeugt sind, ging gleichzeitig drastisch von 53 Prozent im letzten Jahr, auf nur noch 24 Prozent in der aktuellen Studie zurück.

Hier sehen Sie eins ganz deutlich: Die Schere zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und dem Treiben an den Finanzmärkten geht immer weiter auseinander. Hier lauern große Gefahren – und das Risiko einer Rezession in den USA ist tatsächlich gegeben.

Das ist ein weiterer Beleg dafür, dass es so wie bisher nicht weitergehen wird. Die reale Wirtschaft kommt immer mehr in Bedrängnis, obwohl die Aktienkurse wieder kräftig nach oben gehen. Solch eine Diskrepanz an zunehmender Rezessionserwartung und steigenden Börsenindizes endet meist im Crash.

Ähnlich war es auch kurz vor der Finanzkrise 2008: Die Politik redete vom angeblichen „Aufschwung“, während die reale Wirtschaft schon längst stagnierte, aber die Aktienkurse trotzdem nahe dem Rekordhoch standen. Daher ist jetzt Vorsicht angesagt und Sie sollten Ihr Vermögen aktiv absichern. Wie das geht, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.

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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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