Krones-Aktie: Mit neuer Prognose auf dem Weg zum Allzeithoch

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Die Geschäfte des Familien-Unternehmens Krones laufen wie geschmiert. Hier alles zu den aktuellen Zahlen des deutschen Abfüll-Spezialisten: (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Das dürfte die Anleger des Spezialisten für Abfüll-Anlagen gefreut haben: Die Kursdelle vom vergangenen Herbst war schnell wieder ausgebügelt.

Mit den gerade vorgelegten Zahlen und der erhöhten Jahres-Prognose hat die Aktie sogar zu einem neuen Höhenflug angesetzt.

Nach einem Kurs-Plus von über 22% seit Jahresbeginn nehmen die Papiere von Krones gerade ihr Allzeithoch in Angriff.

Kräftige Zuwächse im 1. Halbjahr

Der Blick auf die Zahlen macht schnell deutlich, warum die Aktie so durch die Decke ging:

Trotz des spürbaren Preisdrucks in der Branche konnte der Abfüll-Spezialist die Umsätze in den ersten 6 Monaten um immerhin 14% auf 1,8 Mrd. € steigern.

Auch der Vorsteuer-Gewinn überzeugte mit einem ähnlich hohen Zuwachs von 13% auf 121 Mio. €.

Einziger Wermutstropfen: Die Dynamik ließ im 2. Quartal mit einem Anstieg der Erlöse um 11% und einem Gewinn-Plus von 8% etwas nach.

Krones – Ein lupenreines Familien-Unternehmen…

Bei Krones handelt es sich um einen reinen Familienkonzern, der sich immer noch zu 51,7% in den Händen der Kronseder-Familie befindet.

Man produziert hier Maschinen und Anlagen für die Getränke- und Nahrungsmittel-Industrie. Rund 90% der Umsätze werden außerhalb Deutschlands erzielt.

Dabei ist das Geschäft mit Abfüll-Anlagen, überwiegend für Getränke, mit ca. 83% des Konzern-Umsatzes und 97% des operativen Ergebnisses der mit Abstand wichtigste Bereich.

Das Anlagen-Geschäft der Prozeßtechnik erzielt rund 13% des Firmen-Umsatzes.

Und der ist, genauso wie der kleinste Bereich, unteres Leistungs-Spektrum bei Abfüll-Anlagen, mittlerweile profitabel.

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MDax: Krones mit guten QuartalszahlenKrones: Der schuldenfreie Hersteller von Getränkeabfüllanlagen entwickelt sich nach wie vor prächtig.  › mehr lesen

……mit weltweit markführender Position

Als Nischen-Player hat sich Krones eine herausragende Marktposition erarbeitet:

Mit einem Anteil von rund 23% bei Getränke-Abfüllmaschinen ist man klarer Weltmarktführer vor der zu Tetra Laval gehörenden Sidel (11%) und der zu Salzgitter gehörenden KHS (9%).

Als Wachstumstreiber für die Branche gelten v. a. die zunehmende Weltbevölkerung und der steigende Wohlstand, insbesondere in den Entwicklungsländern.

In den vergangenen Jahren profitierte der Zweig zudem stark von der wachsenden Nachfrage nach PET-Anlagen, die alternative Verpackungen, wie Glas, Dosen und Karton ersetzen.

Anhaltend hoher Wettbewerb sorgt für Preisdruck

Trotz der starken Marktposition spürt der Familienkonzern den unverändert hohen Preisdruck durch den anhaltenden Wettbewerb.

Dem Margendruck will die Konzernführung mit neuen Produkten und weiteren Kosten-Senkungen begegnen.

ür das Gesamtjahr erwartet Firmenchef Christoph Klenk eine Umsatz-Steigerung ohne Zukäufe von 4%.

Bei der Vorsteuermarge peilt der Konzern 7% an. Für Sie zum Vergleich: Im 1. Halbjahr erzielte Krones hier einen Wert von 6,8%.

Analysten sehen nur begrenztes Potenzial

Nach der starken Kurs-Entwicklung sehen die Analysten allerdings nur noch begrenztes Potenzial:

  • Von den 14 Experten, die sich mit der Aktie beschäftigen, empfehlen 6 die Papiere zum Kauf.
  • Weitere 7 Analysten raten zum Halten der Aktie.
  • Und ein Bankhaus spricht eine Verkaufs-Empfehlung aus.

Bei einem erwarteten Gewinn je Aktie von 6,15 € für 2018 wird die Aktie aktuell mit dem 17-Fachen der Gewinne gehandelt.

Das durchschnittliche Kursziel aller Analysten liegt mit 108,50 € in etwa auf dem aktuellen Kursniveau.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.