Krones-Aktie nach Zahlenvorlage mit Freudensprung

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Nach Zahlenvorlage machte die Krones-Aktie gestern einen Sprung nach oben. Zu den alten Höchstständen ist es aber noch ein weiter Weg. (Foto: K. Thalhofer/AdobeStock)

In diesen Tagen legen viele Unternehmen aktuelle Zahlen. So auch das mittelständische Familienunternehmen Krones. Die Krones-Aktie machte nach der Zahlenvorlage am gestrigen Tag einen regelrechten Freudensprung nach oben.

Zuvor war der Kurs der Aktie jedoch auch tief gefallen. Warum der Kurs deutlich abgerutscht ist, wie die jüngsten Zahlen ausgefallen sind und wie es weitergehen könnte, erfahren Sie gleich nachdem ich Ihnen ein paar Worte zum Geschäftsmodell von Krones geschrieben habe.

Krones stellt Abfüllanlagen für die Getränkeindustrie her und ist mit einem Marktanteil von 23% klarer Weltmarktführer. Der Hauptsitz des 1951 gegründeten Unternehmens befindet sich in Neustraubing. Neben Getränke-Abfüllanlagen stellt Krones auch Anlagen für die Bereiche Prozess- und Verpackungstechnik her. Den Großteil der Umsätze fährt Krones außerhalb Deutschlands ein.

Die jüngsten Zahlen in der Übersicht

Schauen wir nun auf die Zahlen: Der Umsatz von Krones zog trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen im 3. Quartal 2019 deutlich an. Von Juli bis September legten die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 10,9% auf gut 1 Mrd. Euro zu. In den ersten 3 Quartalen 2019 stieg der Umsatz von Krones im Vergleich zum Vorjahr um 7,3% von knapp 2,7 auf knapp 2,9 Mrd. Euro.

Der Auftragseingang verringerte sich von Juli bis September 2019 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,6% auf 919,3 Mio. Euro. In den ersten 3 Quartalen 2019 erhöhte sich der Wert der Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr leicht auf knapp 3 Mrd. Euro.

Nach dem Verlust im 2. Quartal 2019 hat sich die Ertragssituation im 3. Quartal leicht entspannt. Von Juli bis September 2019 betrug das Ergebnis vor Steuern (EBT) 13,5 Mio. Euro. Die Vorsteuer-Gewinnmarge (EBT-Marge) ging von 3,0% auf 1,4% zurück. In den ersten 9 Monaten 2019 erwirtschaftete Krones ein EBT von 61,4 Mio. Euro (Vorjahr: 139,4 Mio. Euro). Die EBT-Marge sank von 5,2% auf 2,1%.

Prognose für das Gesamtjahr bestätigt

Um den Ergebnisbelastungen entgegenzuwirken hat der Vorstand von Krones jedoch schon weitere Maßnahmen ergriffen. Für das Gesamtjahr wird weiterhin eine EBT-Marge von rund 3% und ein Umsatzwachstum von 3% erwartet.

Die Prognose für die EBT-Marge bezeichnet das Unternehmen jedoch als anspruchsvoll und betont,. Dass diese zudem keine Kosten für strukturelle Maßnahmen beinhalte. Die grundsätzlichen Wachstumstreiber sind meines Erachtens weiter intakt: Die zunehmende Bevölkerung und die wachsende Mittelschicht in den Emerging Markets führen dazu, dass immer mehr Menschen auf der Welt Getränke aus Flaschen konsumieren.

Die negative Kursentwicklung seit Sommer 2018 (der Kurs hat sich mehr als halbiert) reflektiert die augenblicklichen Probleme, nicht jedoch das Potenzial, das in dem Unternehmen steckt. Insofern ist die Aktie aus meiner Sicht derzeit zu günstig bewertet.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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