Krones: Dank cleverem Zukauf noch besser positioniert

Der mittelständische, familiengeführte Maschinenbauer Krones AG hat vor wenigen Tagen einen kleinen aber strategisch wichtigen Zukauf gemeldet. Die Krones AG hat den kleinen hessischen Drucktechnikspezialisten Till GmbH mehrheitlich übernommen.

Bevor ich Ihnen gleich die Details zum jüngsten Krones-Zukauf schildere, möchte ich Ihnen das Unternehmen Krones zunächst kurz vorstellen.

Die Krones AG im Portrait

Die Krones AG ein börsennotierter Hersteller von Anlagen für die Abfüllung und Verpackung von Getränken und flüssigen Nahrungsmitteln in PET- und Glasflaschen sowie Getränkedosen. Das Unternehmen wurde im Jahr 1951 von Hermann Kronseder in Neustraubing gegründet und hat dort bis heute seinen Hauptsitz.

Ebenfalls ist Krones bis heute fest in Familienhand geblieben. Die Gründerfamilie Kronseder hält aktuell gut 52% der Krones-Anteile. Seit 1996 ist Volker Kronseder, der älteste von vier Söhnen des Gründers Hermann Kronseder, der Vorstandsvorsitzende der Krones AG.

Die Details zum Krones-Zukauf

Krones erwarb nach eigenen Angaben 51% an dem jungen Unternehmen, das erst vor drei Jahren gegründet wurde. Die restlichen 49% verbleiben bei den Firmengründern, die weiterhin bei Till an Bord bleiben.

Über die genaue Höhe des Kaufpreises machte Krones zunächst keine Angaben. Laut einer Konzernsprecherin sei eine flexible Vereinbarung getroffen worden. Till entwickelt modulare Systeme zum digitalen Direktdruck auf Behälter. Damit passt die Till GmbH perfekt ins Anforderungsprofil von Krones, da sich dieses Verfahren für das MDax-Unternehmen in der Fertigung eignet.

Die aktuellen 9-Monats-Zahlen

Kürzlich veröffentlichte Krones seine 9-Monats-Zahlen und befindet sich nach einem starken 3. Quartal klar auf Kurs, die Jahresziele für 2014 zu übertreffen. Vor allem das Ergebnis vor Steuern (EBT) dürfte deutlich besser als erwartet ausfallen. Schließlich müsste es im 4. Quartal um 14,8% sinken, damit die Prognose „nur“ erfüllt wird. Der Vorstand, der als konservativ gilt, hält aber nach wie vor an seinen vorsichtigen Vorgaben für 2014 fest.

Das wirtschaftlich anspruchsvolle Umfeld in diesem Jahr hat bei dem Abfüllanlagenbauer Krones bislang keinerlei negative Spuren hinterlassen. Das zeigt eindrucksvoll die Stärke des Managements und wie stabil das Geschäftsmodell des Unternehmens ist.

So kletterte beispielsweise der Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2014 um 6,5%. Trotz dieser Tatsache rechnet der Vorstand nach wie vor mit einem Umsatzplus von „nur“ 4% für das Gesamtjahr.

Das Vorsteuerergebnis (EBT) kletterte im 9-Monats-Zeitraum deutlich überproportional zum Umsatz um 17% im Vergleich zum bereits starken Vorjahresergebnis. Unter dem Strich stand damit per Ende September ein Vorsteuerergebnis von 137 Mio. Euro zu Buche.

Verantwortlich für das sehr gute Ergebnis waren vor allem geringere Materialkosten. Die Gewinnmarge von Krones verbesserte sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 von 5,8% im Vorjahr auf 6,3%. Für das Gesamtjahr sagt Krones vor dem traditionell besonders profitablen 4. Quartal eine Marge von 6,2% voraus. Die Analysten hingegen erwarten im Durchschnitt 6,5%.

Krones-Aktie: Nicht günstig, aber gut

Die Krones-Aktie ist mit einem 2014er KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) in Höhe von gut 18 kein Schnäppchen. Allerdings sorgt die sehr gute Positionierung von Krones auch zukünftig für solides Wachstum – sowohl des Unternehmens als auch des Aktienkurses.

Hinzu kommt, dass sich – wie eingangs schon erwähnt  – gut 52% der Krones-Anteile im Besitz der Gründerfamilie Kronseder befinden. Daher können Sie davon ausgehen, dass der Konzern wirtschaftlich stabil in der Spur bleibt.

1. Dezember 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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