Kryptowährungen: Von einem Augenblick auf den anderen

Das Investieren in Kryptowährungen gleicht einem Spiel mit dem Feuer. Das hat sich zuletzt wieder einmal bestätigt. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Wer bislang noch geglaubt hat, Geldanlagen im Bitcoin seien „sicher“, der wird seit der vergangenen Woche darüber wohl endgültig anders denken.

Dabei war gerade die Sicherheit einer der wichtigsten Punkte, mit dem recht massiv für Investments in Kryptowährungen geworben wurde. Doch Geld verlieren geht auch anders:

Am 9. November 2017 warnte ich an dieser Stelle erstmals vor einem Platzen der Bitcoin-Blase. Am 30. November wiederholte ich meine Warnung:

„Diese Bitcoin-Blase wird bald ebenso platzen, wie die in den Jahren 2013 und 2013 / 2014: Damals verlor die Kunstwährung in kurzer Zeit -70% und -73% ihres Wertes!“

Ich habe damit– zumindest teilweise – recht behalten.

Doch der Reihe nach.

Was ist geschehen? Einer der weltweit wichtigsten Handelsplätze für Kryptowährungen, Coincheck, ist vor wenigen Tagen schlichtweg seiner NEM „beklaut“ worden. NEM ist die dort gehandelte Kryptowährung.

In der guten alten Zeit waren für einen spektakulären, sprich: ein paar Millionen USD Beute versprechenden, Raubzug exakte Planung, gute Organisation, eine perfekte Ausführung, gegenseitiges Vertrauen der Gauner und verdammt gute Fluchtwege erforderlich.

Heutzutage ändern Hacker einfach ein paar Bits und Bytes – ohne das dafür nötige Gehirnschmalz der digitalen Banditen herabwürdigen zu wollen – und sind, wie im Falle Coincheck, über Nacht umgerechnet mal eben mehr als 400 Mio. Euro reicher.

Geschätzte 260.000 Coincheck-Kunden sollen von diesem „digitalen Raubzug“ betroffen sein. Sie werden ihre Millionen wohl niemals wiedersehen…

Doch Ihren Geldeinsatz verlieren konnten und können Sie mit Bitcoins auch ohne illegale Transaktionen:

Bei meiner ersten Warnung hier in Chartanalyse-Trends notierte der Bitcoin bei 7.400 USD. Zum Zeitpunkt meiner zweiten Warnung war eine dieser digitalen Münzen bereits etwas mehr als 10.000 USD wert.

Wie Sie in der nachfolgenden Grafik sehen, kletterte die Kryptowährung sogar noch erheblich weiter: Kurz vor Weihnachten wurde mit 18.629 USD der bisherige Rekordwert erreicht.

 

Bitcoin: Aufstieg – und Fall?

Seither hat der Bitcoin in der Spitze -43% auf 10.652 USD verloren.

Nun können Sie natürlich sagen: „Lieber Herr Sommer, da kam Ihre Warnung ja nun doch ein wenig verfrüht. Immerhin hätte man seinen Einsatz noch weit mehr als verdoppeln können!“

Und damit haben Sie wohl recht. Aber dann seien Sie bitte auch so ehrlich und fragen sich einmal, ob Sie denn bei Pluszeichen von +50%, +80% oder +100% auch tatsächlich „Kasse gemacht“ hätten?

Und beantworten Sie sich dann gleich im Anschluss noch eine weitere Frage: Wären Sie nach einer Korrektur von -23% über die Feiertage nicht vielleicht zu Jahresbeginn wieder eingestiegen?

Fazit

Auch wenn der Bitcoin von seiner Rekordmarke in nur 5 Wochen „erst“ -43% verloren hat: Das heißt noch lange nicht, dass die Abwärtsbewegung auch schon beendet ist.

*Sarkasmus ein* Und Glück im Unglück: Beim Bitcoin hätten Sie wenigstens 35 Tage lang dabei zusehen können, wie annähernd die Hälfte Ihres Einsatzes wie Eis in der Sonne schmilzt. *Sarkasmus aus*

Beim NEM hätten Sie von einem Augenblick auf den anderen alles verloren…


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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