KSB: Es geht in die richtige Richtung

Erfahren Sie in diesem Beitrag von Experte Tobias Schöneich, wie es aktuell um das mittelständische Familien-Unternehmen KSB bestellt ist. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Im Dezember des vergangenen Jahres habe ich Ihnen hier an dieser Stelle über das Familien-Unternehmen KSB berichtet.

Dieses zählt in der weltweiten Pumpen-Industrie zu den Marktführern und hatte sich viel vorgenommen.

Wie sich der Konzern zuletzt operativ entwickelt hat, erfahren Sie gleich. Zuvor will ich Ihnen KSB noch einmal kurz vorstellen.

Familienbetrieb weltweit in Pole-Position

Die 1871 gegründete KSB ist bereits seit 1895 börsennotiert.

Die Firma ist einer der weltweit führenden Hersteller von Pumpen und Armaturen zum Flüssigkeits-Transport.

Dabei ist der Mittelständler international aufgestellt: KSB fertigt in 19 Ländern und vertreibt seine Produkte in über 100 Ländern.

Die größten außereuropäischen Fertigungsstätten betreibt man in Brasilien, China, Indien und den USA.

Starke Marktstellung in fragmentierten Märkten

KSB ist mit einem geschätzten Marktanteil von rund 5% an der weltweiten Pumpen-Industrie bereits einer der großen Anbieter in einer fragmentierten Branche.

Zugleich ist das Unternehmen Weltmarktführer bei Pumpen für die Energie- und die Verfahrens-Technik.

Im umsatzstärksten Bereich für Industrie-Anwendungen ist KSB weltweit die Nr. 2.

Mit Ausnahme von Nordamerika und Japan verfügt der Konzern weltweit über starke Marktpositionen. Die für KSB relevanten Märkte wachsen im Durchschnitt um 2 – 3% pro Jahr.

Bedeutende Wettbewerber sind die japanische Ebara, die US-Gesellschaften Ingersoll Rand und ITT Corp. sowie das Schweizer Unternehmen Sulzer.

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Wieder auf Wachstumskurs

Im laufenden Jahr verstärkt KSB nach eigenen Angaben seine globalen Aktivitäten, um neue Chancen in den strategisch relevanten Marktfeldern Industrie und Wasser / Abwasser sowie im Service zu erschließen.

In diesen drei Bereichen zeichnet sich eine stabile bis wachsende Nachfrage ab, wenngleich sich die Erholung des Öl- und Gasmarktes noch verzögert.

In der ölverarbeitenden Industrie im Iran haben sich dagegen nach Ende der Embargo­-Maßnahmen wieder gute Auftrags-Möglichkeiten eröffnet.

Auch im Bergbau und in der Energiewirtschaft tätigten einzelne Firmen im 1. Quartal dieses Jahres zum Teil länger verschobene Investitionen, die Bestellungen von Pumpen und Armaturen zur Folge hatten.

Diese Lichtblicke spiegeln sich auch im Zahlenwerk von KSB wider: In den ersten 3 Monaten dieses Jahres legte der Auftrags-Eingang um 80,7 auf 603,4 Mio. € zu – ein Plus von 15,4%.

Der Umsatz ist im gleichen Zeitraum um 16,1 Mio. € bzw. 3,2% auf  552,5 Mio. € gestiegen. Der Nettogewinn legte gegenüber dem vergleichbaren Vorjahres-Zeitraum kräftig zu.

Dazu haben außer dem Umsatz-Wachstum auch die Maßnahmen des laufenden  Effizienzsteigerungs-Programms beigetragen.

Das erwartet KSB für das laufende Jahr

Die Prognose für das laufende Jahr hat das KSB-Management im Zuge der Vorlage der Zahlen für das 1. Quartal 2017 bestätigt.

Demnach wird im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Steigerung des Auftrags-Eingangs erwartet.

Beim Umsatz will KSB ein annähernd gleichhohes Niveau wie 2016 erreichen und der Vorsteuer-Gewinn (EBT) soll deutlich verbessert werden.

Es geht also in die richtige Richtung beim mittelständischen Pumpen-Hersteller. Für Nebenwerte-Fans ist die KSB-Aktie damit einen Blick wert.

Wenn Sie Interesse an KSB haben, sollten Sie sich die Vorzugsaktie anschauen, da diese deutlich reger gehandelt wird als die Stammaktie.


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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.