Kuka-Aktie profitiert vom Trend zur Industrie 4.0

Das Börsenjahr 2014 verlief für die meisten MDAX-Werte nicht zufriedenstellend. Doch es gibt Ausnahmen: Eine davon ist Kuka – die Aktie hat seit Jahresbeginn fast zwei Drittel an Wert gewonnen und liegt damit an der Spitze der MDAX-Gewinnerliste 2014.

Spezialist für Industrieroboter

Seit über 30 Jahren entwickelt das Augsburger Unternehmen seine innovativen Industrieroboter für die Automobilproduktion. Nach und nach eroberten die orangen Arbeitshelfer weitere Branchen.

Heute bietet KUKA Automatisierungslösungen für die Kunststoff- und Elektroindustrie, Medizintechnik, die Solarindustrie sowie die Luft- und Raumfahrtindustrie an.

Kuka profitiert von der 4. Revolution der industriellen Produktion

Kuka profitiert von einem langfristigen Trend: der Industrie 4.0. Das steht für die vierte Revolution der industriellen Produktion, nach der Mechanisierung der Produktion im 18. Jahrhundert, der Elektrifizierung der Produktion und der Einführung des Fließbandes.

Bei der Industrie 4.0 steht vollständige Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien für noch höhere Produktionseffizienz im Mittelpunkt.

Zentraler Bestandteil der Industrie 4.0: Roboter ersetzen menschliche Arbeitskräfte. Laut einer Studie der Oxford Universität sind innerhalb von zwei Jahrzehnten fast die Hälfte aller Jobs automatisierbar.

In einigen Bereichen der Industrie leisten Roboter heute bereits den Großteil der Arbeit. So setzen beispielsweise die Autobauer auf ganze Roboterarmeen:

Bei der Fertigung der Mercedes-A-Klasse stehen 330 Roboter am Fließband – alle aus dem Hause Kuka. Andere Branchen sind noch nicht so weit, aber auf lange Sicht dürfte Kukas Industrieroboter auch hier eine bedeutende Rolle spielen.

Starke Wachstumsperspektiven in Asien

Vor allem die asiatischen Märkte werden in den kommenden Jahren für kräftiges Wachstum bei Kuka sorgen. Hier haben viele Unternehmen noch großen Nachholbedarf bei der Automatisierung ihrer Produktion.

Mit seinen Niederlassungen in China, Indien und Südkorea und seiner innovativen Technologie befindet sich Kuka in exzellenter Position, um davon zu profitieren.

Quartalszahlen können sich sehen lassen

Und die Geschäfte bei Kuka laufen gut, wie die jüngsten Quartalszahlen zeigen: Mit einem Umsatzplus von 19% auf 539,3 Mio. Euro und einem Gewinnanstieg von 22% auf 22,6 Mio. Euro konnten die Erwartungen übertroffen werden.

Und was für die zukünftige Entwicklung noch wichtiger ist: Der Auftragseingang kletterte um 30% auf 556,0 Mio. Euro. Damit ist das Unternehmen auch für die nächsten Quartale gerüstet.

Aktie kein Schnäppchen mehr, aber langfristig aussichtsreich

Seit Jahresbeginn ist die Kuka-Aktie von 34 auf 56 Euro geklettert. Dies macht sich auch in der Bewertung bemerkbar: Das 2015er KGV liegt mittlerweile bei 22, damit ist der Wert kein Schnäppchen mehr, allerdings auch nicht überbewertet.

In Anbetracht der guten langfristigen Wachstumsperspektiven bleibt die Kuka-Aktie für Langfristanleger weiter aussichtsreich.

Wer nicht ganz so lange dabei bleiben möchte, kann versuchen, einige Euro günstiger an die Aktie zu kommen und auf eine kleine Korrektur warten. Nach dem Sprung von 44 auf 56 Euro in nur einem Monat kann es jederzeit dazu kommen.

18. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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