Kuka-Aktie: Starke Zahlen, starke Perspektiven

Die Kuka-Aktie zählte zu den erfolgreichsten Werten im MDAX 2014. Nach einer kleinen Verschnaufpause nimmt die Aktie – mit starken Zahlen im Rücken – jetzt wieder einen Anlauf auf neue Höchststände.

Hohe Wachstumsraten, auch dank Übernahme

Die Quartalszahlen, die der Spezialist für Industrieroboter letzte Woche bekannt gab, können sich wirklich sehen lassen: So stieg der Umsatz – auch bedingt durch die Übernahme des Schweizer Unternehmens Swisslog – um satte 56% auf 719,8 Mio. Euro. Ebenfalls stark: Der Auftragseingang kletterte um 20% auf einen neuen Rekordwert von 743,9 Mio. Euro.

Da Swisslog nicht so profitabel wie das Industrieroboter-Stammgeschäft ist, fiel der Gewinnanstieg mit einem Viertel auf 15,3 Mio. Euro nicht ganz so hoch aus. Aber auch dieser Wert lag über den Analystenprognosen, weshalb es nach Vorlage der Zahlen auch deutlich aufwärts mit der Kuka-Aktie ging.

Starke Marktposition in der Autobranche

Das Augsburger Unternehmen hat sich im Bereich Industrieroboter zum Weltmarktführer gemausert. Kuka bietet eine große Auswahl von individuell programmierbaren Robotern mit Traglasten zwischen 3 und 1.300 kg an. Am weitesten ist die Automatisierung der Produktion in der Autobranche voran geschritten.

Hier übernehmen Kukas Robotersysteme große Teile der Produktionskette – von Schweißarbeiten über die Lackierung bis hin zur Endmontage. Bei der Fertigung der Mercedes-A-Klasse stehen beispielsweise 330 Kuka-Roboter am Fließband.

Andere Branchen mit Nachholbedarf

Andere Branchen hinken in Sachen Automatisierungsgrad hinterher, holen aber auf. Hier gibt es noch einiges Wachstumspotenzial für Kuka. Schon heute bietet Kuka Automatisierungslösungen für die Kunststoff- und Elektroindustrie, Medizintechnik, die Solarindustrie sowie die Luft- und Raumfahrtindustrie an.

Besonders interessant finde ich die Fortschritte, die Roboter im Bereich Medizintechnik leisten. Hier ist Präzision besonders wichtig. Daher sind Roboter dem Menschen überlegen und werden die Medizintechnik weiter voranbringen.

Geräte von Kuka kommen heute beispielsweise schon bei der Herstellung von biokompatiblen Prothesen, künstlichen Hüftgelenken und Magnetresonanztomographen zum Einsatz. Ebenso unterstützen sie die Mediziner bei der bildgebenden Diagnostik.

Aktie bleibt gute Wahl für langfristige Anleger

Ich habe mich in den vergangenen Jahren mehrfach positiv zu den Aussichten der Kuka-Aktie geäußert. Daran halte ich fest. Nach der Kursverdoppelung im Vorjahr ist die Kuka-Aktie zwar kein Schnäppchen mehr, doch auf lange Sicht traue ich dem Wert noch einiges zu.

Kurzfristig scheint die Korrektur nach dem Höhenflug mit den starken Zahlen beendet.

Der alte Jahreshöchststand von 75 Euro ist schon wieder in Reichweite. Gelingt der KUKA-Aktie ein Sprung darüber, werden auch charttechnisch orientierte Anleger wieder zugreifen und die Aktie zu neuen Höhen treiben.

Gelingt es dieses Mal nicht, so gilt das Motto „aufgeschoben ist nicht aufgehoben“. Wenn Sie zu den Langfristanlegern gehören, sollten Sie also einmal einen genaueren Blick auf die Kuka-Aktie werfen.

 

12. Mai 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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