Kuka-Aktie startet nach herausragenden Zahlen durch

Ursprünglich wollte ich Ihnen heute in Rendite Trends weitere Profiteure der Euro-Schwäche vorstellen.

Aus aktuellem Anlass verschiebe ich diesen Beitrag auf die nächste Woche und widme mich heute der Kuka-Aktie und den herausragenden Zahlen, die der Roboterhersteller gestern vorgelegt hat. Die Aktie war mit einem Aufschlag von fast 5% gestern der größte Gewinner unter den deutschen Indexwerten.

Erst in der vergangenen Woche hatte ich Ihnen über den Auftragsschub in der Maschinenbaubranche berichtet und Ihnen in diesem Zusammenhang die Kuka-Aktie als aussichtsreiches Investment vorgestellt. Die aktuellen Geschäftszahlen unterstreichen meine positive Einschätzung eindrucksvoll.

Kuka übertrifft alle Erwartungen

Mit den vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 hat Kuka die eigenen wie auch die Erwartungen des Marktes klar übertroffen und neue Rekorde erzielt. Der Umsatz stieg um 18% auf 2,1 Mrd. Euro. Lässt man die Zukäufe unberücksichtigt, erhöhten sich die Erlöse immerhin um gut 10%.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich um 18% auf den neuen Rekordwert von 142,0 Mio. Euro. Die EBIT-Gewinnmarge betrug 6,8% und lag damit über der Prognose von 6,5%.

Auftragseingang erstmals über 2 Mrd. Euro

Die Zahlen zum Auftragseingang signalisieren, dass ein Ende der Erfolgsgeschichte vorerst nicht in Sicht ist. Bei den Neubestellungen verbuchte der Augsburger Roboter- und Anlagenbauer ein Plus von gut 18% auf 2,2 Mrd. Euro und knackte damit beim Auftragseingang erstmals die 2-Mrd.-Euro-Marke.

Außerdem meldete Kuka bei der Zahlenvorlage einen weiteren Großauftrag von dem Autobauer Fiat Chrysler. Der Auftrag hat ein Volumen im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Übernahmen machen Kuka unabhängiger von der Autobranche

Die glänzenden Zahlen und insbesondere die unerwartet hohe Gewinnmarge sind insofern ein wenig überraschend, weil Kuka im vergangenen Jahr einige kostspielige Zukäufe getätigt hat.

Um sich unabhängiger von der Autoindustrie zu machen, kaufte Kuka den defizitären Industrieroboter-Hersteller Reis, dessen Sanierung Millionen kostete. Daneben übernahmen die Augsburger die Schweizer Logistikfirma Swisslog, die auf die Automatisierung von Warenlagern oder Krankenhausapotheken spezialisiert ist.

Diese Übernahmen werden sich bezahlt machen. Wie Sie sehen, haben die Zukäufe das Ergebnis im vergangenen Jahr nicht geschmälert, im Gegenteil. Und für die kommenden Jahre ist Kuka durch die breitere Aufstellung glänzend positioniert, um das starke Wachstum der vergangenen Jahre fortzusetzen.

Kuka-Aktie liefert ein starkes Trend-Signal

Wenngleich die Kuka-Aktie mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von über 20 kein Schnäppchen ist, eröffnet sich auch für den Aktienkurs weiteres Potenzial.

kuka

Mit dem dynamischen Ausbruch über das alte Hoch vom November bei gut 63 Euro hat der MDAX-Titel ein starkes Trend-Signal geliefert, das weitere mittelfristige Kurssteigerungen erwarten lässt. Das nächste Etappenziel sehe ich bei 75 Euro. Auf Sicht der nächsten Monate halte ich sogar höhere Notierungen für realistisch.

12. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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