Kult-Aktie bleibt interessant

Berkshire Hathaway ist Warren Buffetts Investmentgesellschaft. Das Konglomerat hat schon viele Aktionäre reich gemacht.

Warren Buffett ist eine lebende Legende. Der Star-Investor hat sein Vermögen nicht durch waghalsige Spekulationen sondern durch das konsequente Aufspüren werthaltiger Investments gemacht. Als führender Value-Investor ist Warren Buffett mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway noch heute aktiv.

Berkshire Hathaway (BH) ist eine diversifizierte Holding mit dem Kerngeschäft Versicherungen, und zwar sowohl Erstversicherungen (Sach- und Schadensversicherungen wie GEICO) als auch Rückversicherungen (General Re).

Engagements auch im Produktionsbereich (Shaw Industries) und im Energiebereich (MidAmerican Energy). Das Finanzinvestment-Portfolio umfasst Beteiligungen an Coca-Cola, Gillette, American Express und vielen mehr.

IBM-Beteiligung beunruhigt Warren Buffett nicht

Warren Buffett hat es 2014 wieder einmal geschafft und beim Umsatz und Gewinn neue Rekordergebnisse erreicht. Der Umsatz stieg um 6,9% auf 194,7 Mrd $, und der Gewinn legte um 2% auf 19,9 Mrd $ zu. Bei der schwer steuerbaren Beteiligungsstruktur von über 80 Tochterunternehmen ist die Leistung wirklich beeindruckend.

Im 1. Quartal fielen die Ergebnisse sogar noch besser aus. Vor allem die hervorragende Entwicklung des Bahnkonzerns B.N.S.F. und der Versicherungssparte haben sich positiv im Zahlenwerk bemerkbar gemacht. Bei B.N.S.F. stieg der Gewinn um fast 44% auf rund 1 Mrd $. Im Versicherungsgeschäft profitierte Berkshire dagegen von den Policen gegen Katastrophenschutz.

Selbst die schwächere Entwicklung des Rückversicherers General Re konnte überkompensiert werden. Einen Rückschlag musste Berkshire aber im Energiegeschäft verkraften. Auch bei der IBM-Beteiligung lief es nicht ganz rund. IBM musste im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut einen Umsatzrückgang in Kauf nehmen.

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Die Aktie ist in den letzten 3 Jahren um fast 20% gefallen. Buffett betonte auf der jetzigen Hauptversammlung aber eingehend, dass es sich nur um eine temporäre Schwäche handele.

Attraktiv trotz fehlender Dividende

IBM sei im Wettbewerb hervorragend aufgestellt und werde langfristig mit einer weit überdurchschnittlichen Performance überzeugen. Genau deshalb hat das Orakel von Omaha seine Beteiligungen an dem IT-Dienstleister deutlich erhöht. IBM zählt damit neben Coca-Cola, American Express und Wells Fargo zu Buffetts größten Beteiligungen.

Wir erwarten eine überdurchschnittliche Kursentwicklung. Das liegt zunächst einmal daran, dass wir vom Management restlos überzeugt sind. Auch sind die Steigerungen bei Umsatz und Gewinn nachhaltig. Einziger Nachteil ist, dass das Unternehmen keine Dividende ausschüttet.

Gerade bei Berkshire Hathaway läge dies doch auf der Hand. Dennoch vertrauen wir auch hier Warren Buffett: Kurssteigerungen und in der Bilanz versteckte Werte, die sich in einiger Zeit heben lassen, werden auch den Aktionären zu Gute kommen. Die Aktie bleibt interessant.

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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