Kupfer: Auch dieser Rohstoff hat viel Fantasie

Beim Kupfer ergibt sich aktuell eine gute Marktlage. Lesen Sie hier die Gründe dafür. (Foto: Djelen / Shutterstock.com)

Sehr aufschlussreich ist immer auch der Blick auf die Situation bei den Industriemetallen. Entscheidend ist hierbei Kupfer. Dieses Metall wird ganz häufig eingesetzt, um beispielsweise Stromnetze aufzubauen. Insofern ist China als weiter aufstrebendes Land ein extrem wichtiger Absatzmarkt für dieses Metall.

Nun tauchen erste Prognosen auf, wonach das Angebot in diesem Jahr durchaus belastet werden könnte. Es ist ja schon wieder so, dass es zu Streikmaßnahmen in den wichtigen chilenischen Kupferminen kommen könnte. Genau das könnte bestimmten Aktien sogar helfen, wenn es zu einer Einschränkung des Angebots kommt.

Hinzu kommen jetzt noch ganz aktuelle Meldungen aus der Demokratischen Republik Kongo. Auf die dort anstehenden Änderungen bei den Royalty-Abgaben hatte ich in der vergangenen Woche schon einmal an dieser Stelle hingewiesen. Nun ist es allerdings sogar klar, wie hoch die neuen Abgaben ausfallen werden. Laut aktuellen Meldungen aus diesem Land werden die Abgaben bis zu 10 % steigen für die Minenunternehmen.

In der Folge steigen die Kapitalkosten für die schon existierenden Minen und auch für neue Projekte natürlich deutlich an. Das ist ein klares Signal in diesem rohstoffreichen Land. Allerdings gehört die Demokratische Republik Kongo auch zu den gefährlichsten Ländern für die Rohstoffproduktion. Gleichzeitig sind die Produktionsbedingungen in dem Land extrem schlecht.

Solche Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor Ort können schon massive Auswirkungen auf bestimmte Rohstoffe haben. Gerade bei neuen Projekten werden jetzt sicherlich Unternehmen zögern, in der Demokratischen Republik Kongo aktiv zu werden.

Strafzölle können zu Turbulenzen führen

Andere externe Faktoren haben nicht nur das Potenzial den Rohstoffmarkt zu belasten, sondern die gesamte Wirtschaftswelt. Dabei meine ich hier die nun anstehenden Handelsbeschränkungen durch die USA. So wie es jetzt aussieht, werden die Strafzölle auf Aluminium und Stahl am Ende der Woche in Kraft treten. Welche kurzfristigen Folgen das hat, ist jetzt noch nicht absehbar.

Doch schon tauchen erste Prognosen auf, die sich um die langfristigen Folgen dieser Handelseinschränkungen kümmern. So haben zwei Ökonomen der Nachrichtenagentur Bloomberg aktuelle Schätzungen vorgelegt. Laut ihrer Berechnung könnte die Weltwirtschafts-Leistung bis zum Jahr 2020 um 0,5 % sinken.

Die Prognosen beruhen darauf, dass die US aber die Importkosten um 10 % er erhöhen würde. Gleichzeitig gehen die Prognosen der Experten davon aus, dass die anderen Staaten in der Welt ebenfalls auf die höheren US-Einfuhrzölle reagieren. Ein solcher Handelskrieg könnte Kosten im Bereich von mehr als 400 Milliarden USD verursachen in den nächsten Jahren und das würde etliche Länder klar belasten.

Sollte es tatsächlich dazu kommen, wäre es sicherlich ratsam eine persönliche Absicherung beispielsweise in Form von Gold im Depot zu haben.


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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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