Langfristig sichere Rendite – So geht’s

Wenn es darum geht zu investieren wie die Profis, dann denken viele Menschen zuerst an Warren Buffett.

Die Investoren-Legende kontrolliert das Konglomerat Berkshire Hathaway und beteiligt sich darüber bei zahlreichen Unternehmen.

Buffett’s Credo: günstig einkaufen, lang halten, viel profitieren!

Für Privat-Anleger klingt das wie ein Erfolgsrezept. Besonders hervorzuheben ist, dass sich eigentlich jeder an Berkshire Hathaway beteiligen kann.

Gut, einen Haken gibt es: 1 Aktie kostet mehr als 200.000 Dollar. Dennoch lohnt es sich den Wert einmal unter die Lupe zu nehmen.

Wer weniger auf der hohen Kante hat, findet einige Umwege, um vom guten Händchen von Warren Buffett auch ohne viel Vermögen profitieren zu können.

Das ist Berkshire Hathaway

Doch zunächst einmal zum Konzern:

Berkshire Hathaway (BH) ist eine diversifizierte Holding mit dem Kerngeschäft Versicherungen, und zwar sowohl Erstversicherungen (Sach- und Schadensversicherungen wie GEICO) als auch Rückversicherungen (General Re).

Engagements existieren darüber hinaus auch im Produktions- (Shaw Industries) und im Energiebereich (MidAmerican Energy).

Das Finanz-Investment-Portfolio umfasst Beteiligungen an Coca-Cola, Gillette, American Express und viele andere.

Gewinn-Rückgang beim großen Meister

Der Star-Investor Warren Buffett hat mit seiner Beteiligungs-Gesellschaft im letzten Geschäftsjahr mehr umgesetzt, aber weniger verdient:

Der Umsatz stieg um 6,1% auf 224 Mrd. $. Der Gewinn ging dabei etwas zurück, blieb aber fast auf dem Vorjahres-Niveau von 24,1 Mrd. $.

Aktuell befinden sich über 40 Firmen im Beteiligungs-Portfolio. Im 1. Quartal hat Berkshire mehr umgesetzt, aber weniger verdient:

Der Umsatz stieg um rund 1/4 auf 65,2 Mrd. $. Der Gewinn ging dabei um 27,4% auf 2.469 $ pro Aktie zurück.

Buffett geht neue Wege

Für größeres Aufsehen sorgte Warren Buffett mit der Aufstockung seiner Beteiligungen am Lifestyle-Konzern Apple.

Denn vom Grundgedanken her passt Apple überhaupt nicht in seine Strategie. Buffett lehnt grundsätzlich Investitionen in Technologie-Firmen ab.

Doch in den letzten Jahren konnten wir beobachten, dass er seine Strategie etwas gelockert hat: Er betritt teilweise Terrain, das er vor ein paar Jahren noch nicht betreten hätte.

Das hat verschiedene Gründe:

V. a. liegt es daran, dass es kaum noch richtige Value-Konzerne gibt, die sich in der Bilanz von Berkshire Hathaway bemerkbar machen würden.

Apple ist aber noch aus weiteren Gründen interessant:

Apple ist kein gewöhnliches Technik-Unternehmen. Apple ist anders. Apple hat sich innerhalb weniger Jahren zu einem Lifestyle- und Marken-Konzern entwickelt.

Für Buffett ist das anscheinend Grund genug weitere Aktien im Wert von 17 Mrd. $ zu erwerben.

Ob es sich auszahlt, bleibt abzuwarten. Auf Sicht von 6 – 12 Monaten erwarten wir eine überdurchschnittliche Kurs-Entwicklung. Die Aktie bleibt top!

4. Juli 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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