Zurich Insurance Group: Lebensversicherer mit Top-Dividende

Man muss mit seinen Investments nicht immer neue Wege gehen. Bewährte Unternehmen bieten oftmals mehr Vorteile, so wie beispielweise Zurich: (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Ein solides Unternehmen, das darüber hinaus eine satte Dividende in Höhe von aktuell rund 5,8% ausschüttet – davon träumen viele Investoren.

Bei unseren Recherchen fallen uns immer wieder Firmen auf, die entweder gut aufgestellt sind, aber dafür kaum ausschütten.

Oder aber die Firmen sind als Dividendenzahler bekannt, haben aber wenig Zukunft. Ganz anders ist das bei der Zurich Insurance Group.

Das Geschäft mit Lebensversicherungen läuft solide, und auch sonst steht es um den Konzern gut.

Zwar müssen auch Versicherer sich auf die Zukunft einstellen, doch sind wir optimistisch. – Warum? Das lesen Sie in unserer Analyse.

Zurich Insurance Group im Kurzportrait

Doch nun erst einmal zum Unternehmen:

Die Zurich Insurance Group entstand 1998 aus der Fusion der Zurich Versicherung und der Geschäfts-Einheit Finanzdienste des britischen Konzerns B.A.T. Industries.

Der Konzern operiert hauptsächlich in Nordamerika und Europa, aber auch in Wachstumsmärkten wie Asien und anderen Schlüsselländern; weltweit insgesamt in über 170 Ländern.

Top-Geschäft mit Lebensversicherungen

Zurich musste in Großbritannien seine Reserven in der Schaden- und Unfall-Versicherung erhöhen.

Dies war gefordert, nachdem die britische Regierung den Diskontsatz zur Berechnung von Personenschaden- und Unfall-Forderungen verändert hatte.

Dadurch wurde die konzerneigene Messgröße BOP (Business Operating Profit) im 1. Halbjahr mit 289 Mio. $ belastet und stagnierte bei 2,17 Mrd $.

Ohne diese Gesetzes-Änderung wäre der BOP um 14% gestiegen.

Der Schaden-Kosten-Satz (Combined Ratio) verschlechterte sich wegen des Sondereffekts um 1,4 Prozentpunkte auf 99,5%.

Die Kosten für Natur-Katastrophen waren etwas höher als üblicherweise in dieser Jahreszeit, sie fielen allerdings um 100 Mio. $ geringer aus als vor 1 Jahr.

Die Brutto-Prämien sanken um 3% auf 25,2 Mrd. $. Dabei wirkte sich aus, dass der Konzern Geschäfte in Südafrika, Marokko, im Nahen Osten und Taiwan aufgegeben hatte.

Im Lebensversicherungs-Geschäft klingelten die Kassen. Obwohl die Brutto-Prämien sanken, stieg der BOP der Sparte markant um 16%. Zum Anstieg haben alle Segmente beigetragen.

Mehr als solide: Zurich

Zurich ist weiter auf Sparkurs: Zwar wurde der geplante Abbau von 8.000 Stellen aufgehoben, doch es kommt am Hauptsitz im Zuge einer Neuorganisation zu Entlassungen.

Davon betroffen sind Funktionen im Bereich Finanzen und Controlling. Insgesamt sollen bis Ende 2019 1,5 Mrd. $ eingespart werden. Davon wurden bis Ende Juni 550 Mio. $ erreicht.

Der Hebel wurde insbesondere bei der IT und Verträgen mit Lieferanten angesetzt. Auf Sicht von 6 – 12 Monaten erwarten wir eine durchschnittliche Kurs-Entwicklung.

Gepaart mit der attraktiven Dividende kann die Aktie von Zurich ein solides Fundament im Depot sein.

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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