Lebensversicherungen: Die Immobilien-Rendite-Treiber

Lebensversicherungen haben jetzt fast keine Alternative mehr zu Immobilien-Investments.

Denn: Anleihen bringen dann, wenn die Sicherheits-Vorschriften stimmen, kaum noch Zinsen.

Deutsche Staatsanleihen etwa werden mit einem Minus am Markt gehandelt, wenn Sie noch die Inflationsrate abziehen.

Das bedeutet, Sie können nicht von hohen oder auch nur akzeptablen Renditen am Markt für Lebensversicherungen ausgehen, sondern dürften theoretisch keine neuen Verträge mehr zeichnen.

Studie zeigt: Immobilien werden beliebter

Dies haben auch Lebensversicherungen selbst erkannt und investieren inzwischen in Immobilien.

Davon haben Sie auch in diesem Markt einen Vorteil, denn die Preise werden vergleichsweise schnell steigen, wenn genügend Geld in den Markt fließt.

Interessant ist, wie einzelne Lebensversicherungen ihr Kapital inzwischen aufteilen:

Dabei werden inzwischen Immobilien deutlich beliebter. Im Vergleich zAktien ist die Anlage-Politik eindeutig auf Immobilien ausgerichtet.

Wer Immobilien hat, wird davon durchschnittlich profitieren, weil die Preise am Markt insgesamt anziehen. Wer Immobilien erwerben möchte, tut gut daran, sich damit zu beeilen. Denn die Preise werden steigen.

Lebensversicherungen verfügen über unglaubliche Marktmacht, denn mehr als 90 Mio. Verträge sind bundesweit derzeit gültig.

Wenn letztlich auch nur 10.000 € pro Vertrag angelegt werden, entspricht dies einem Anlagevolumen von einer Billion Euro.

Hier die Zahlen

Deshalb nutzen wir die Zahlen aus einer Sonntagszeitung – die Recherche ist glaubwürdig:

  • Unternehmen aus der Versicherungs-Branche investieren inzwischen zwischen 0,5% (Debeka) und 9,4% des Anlagevermögens in Immobilien. Wüstenrot oder Swiss Life sind mit 7% noch weitgehend Spitzenreiter, Nürnberger Lebensversicherung sowie Volkswohl Bund mit 6,6% beziehungsweise 6,7% ebenfalls noch.
  • Durchschnittlich haben Konzerne wie R+V oder Alte Leipziger mit jeweils 3,9% Anteil am Vermögen in Immobilien investiert, während die Allianz sogar auf 3,0% zurückgefallen ist. Hannoversche Leben schafft einen Anteil in Höhe von 2,3% und damit sehr wenig.
  • Demgegenüber investieren die Unternehmen sehr geringe Anteile in Aktien. So hat die Allianz zwar 6,0% Aktienanteil, andere Versicherer investieren jedoch lediglich etwa 1% bis maximal gut 4% (Ergo oder die Sparkassen-Versicherung). Spitzenreiter Provinzial Rheinland verfügt demnach über einen Aktienanteil von 0,8%.
  • Zinsanlagen – dies sind in erster Linie „sichere“ Anleihen – finden sich in den Portfolios jedoch zu einem großen Anteil. Regelmäßig 80% bis hinauf zu 94% (Axa Leben) fließen in die Anleihen. Daneben teilen die Versicherer noch Geld an Bauherren aus – in Form von Krediten. Dies jedoch sind Einzelfälle.
  • Einen abschließenden Schwerpunkt bilden zudem Pfandbriefe, die ebenfalls Immobilien-Investments sind, da sie durch Immobilien-Grundbuch-Eintragungen abgesichert werden. Der Anteil an den Zinsanlagen liegt inzwischen bei etwa 1/4.

GeVestor meint

Versicherer werden Immobilien nach oben treiben. Daher steigen auch an dem Markt die Renditen weiter.

Besser in dieses Original als in Versicherungen investieren, empfehlen wir Langfrist-Vorsorgern.

3. September 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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