Lichtblick im Bankensektor

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Während deutsche Institute straucheln, geht es anderswo voran. Unser Bank-Favorit. (Foto: Anton Violin / shutterstock.com)

Während deutsche Banken von einem Fettnäpfchen ins nächste treten, sieht es um die Branche international gar nicht so schlecht aus. Das wird aber von den meisten Privatanlegern verkannt. Oder machen Sie nicht auch um Banken einen Bogen? Wir erklären Ihnen in unserer Analyse zu J.P. Morgan, warum die Aktie uns überzeugt.

Doch der Reihe nach. J.P. Morgan Chase & Co. entstand am 31.12.2000 aus der Fusion von J.P. Morgan und Chase Manhattan. Die kombinierte Gesellschaft J.P. Morgan Chase fusionierte am 1.7.2004 mit Bank One. Übernahme der Großsparkasse Washington Mutual und der Investmentbank Bear Stearns in der Finanzmarktkrise 2008. Wichtige Geschäftssegmente sind Investmentbank, Retail Financial Services und Kreditkarten-Services.

Wachstum über alle Geschäftsbereiche

J.P. Morgan lieferte 2017 erneut überdurchschnittliche Ergebnisse. Im Investment-Banking nahm  J.P. Morgan so viele Gebühren ein wie keine andere US-Bank. In der Vermögensverwaltung sowie im Firmenkundengeschäft erzielte die Bank Rekordgewinne. Auch im Privatkundengeschäft liefen die Geschäfte dank der steigenden Nachfrage nach Krediten sehr gut.

Aufgrund eines Einmalaufwands im Zusammenhang mit der Steuerreform in den USA stagnierte der Konzerngewinn auf Vorjahreshöhe. Vor Einmalaufwendungen verdiente die Bank jedoch 26,5 Mrd $. Mit dem Wegfall des steuerlichen Sonderaufwandes im laufenden Jahr kommt die historisch starke Ertragskraft voll zum Vorschein.

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Die Marktbedingungen stellen sich mit Blick auf die Wirtschaftslage in den USA und den positiven Anreizen aus der Steuerreform weiterhin positiv dar. Zudem reduziert sich die reguläre Steuerquote deutlich. So ist  J.P. Morgan sehr gut in das neue Jahr gestartet. Im 1. Quartal verdiente die Bank mit 8,7 Mrd $ rund 36% mehr als in der Vorjahresperiode. Das Wachstum erstreckt sich über alle Geschäftsbereiche.

In der Vermögensverwaltung verzeichnete  J.P. Morgan einen anhaltend hohen Neugeldzufluss, während die Kundeneinlagen über dem Branchendurchschnitt wuchsen. Zudem legte die Nachfrage nach Krediten sowie Finanzdienstleistungen für Firmenkunden weiter zu.

J.P. Morgan: Für uns Klassenbester

Für  J.P. Morgan sprechen die überdurchschnittlichen Leistungen in Verbindung mit einem niedrigen KGV und einer Shareholder-Value-Politik. Angesichts der stetig verbesserten Fundamentaldaten halten wir die Aktie zudem für sehr sicher. Gepaart mit der Dividendenrendite von 1,9% kann J.P. Morgan ein lohnendes Investment sein.

Die klare Sharehole-Value-Politik überzeugt uns seit Jahren. Zwar kann eine Bank wie  J.P. Morgan immer auch von konjunkturellen Entwicklungen oder auch Veränderungen am Markt betroffen sein, doch glauben wir, dass das Unternehmen selbst dann immer noch relativ gut abschneiden wird.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.