Licht-Spezialist Osram beendet erfolgreiches Geschäftsjahr

Wie geht es bei dem Licht-Spezialisten Osram nach dem guten Geschäftsjahr 2016/2017 weiter? – Das und noch viel mehr erfahren Sie hier: (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Der im MDax notierte Licht-Spezialist Osram, der im Jahr 2013 vom Siemens-Konzern abgespalten wurde, hat gestern Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016/2017 (bis Ende September) vorgelegt und einen Ausblick für das neue Geschäftsjahr gegeben.

Osram-Chef Berlien zu den aktuellen Zahlen

Osram-Chef Olaf Berlien kommentierte das Zahlenwerk wie folgt:

„Mit einer starken Leistung haben wir 2017 ein weiteres Spitzenjahr geliefert. Gleichzeitig schreiten wir auf dem Weg zum Hightech-Unternehmen voran.“

Weiterhin sagte er:

„Osram ist durch seine Innovationskraft gut positioniert und nimmt attraktive Zukunftsmärkte ins Visier. Die operative Leistungskraft stimmt, was sich auch in unserem Ausblick für 2018 zeigt.“

Hier ein Überblick über die Zahlen

Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat Osram nach eigenen Angaben von einer anhaltend hohen Nachfrage nach seinen Hightech-Produkten profitiert, v. a. im Bereich der optischen Halbleiter.

Auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um Portfolio- und Währungs-Effekte, stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um gut 8% auf über 4 Mrd. €.

Die operative Gewinnmarge erreichte einen Wert von 16,8%.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) kam auf 695 Mio. € und legte damit gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um über 6% zu.

Der Netto-Gewinn belief sich im Geschäftsjahr 2016/2017 auf 275 Mio. €.

Ebenfalls erfreulich: Der Osram-Vorstand schlägt für das abgelaufene Geschäftsjahr eine um 10% erhöhte Dividende in Höhe von 1,10 € pro Aktie vor.

Das bedeutet auf Basis des aktuellen Aktienkurses eine Dividendenrendite von rund 1,6%.

„Die geplante Dividende von 1,10 € je Aktie unterstreicht die Leistungsfähigkeit und Finanzkraft des Unternehmens“, so Osram-Chef Berlien.

Ausblick auf das neue Geschäftsjahr

Im neuen Geschäftsjahr wird Osram die Basis für seine Zukunft weiter ausbauen, heißt es seitens des Unternehmens.

Der Umsatz soll voraussichtlich um 5,5 – 7,5% zulegen und das um Sonder-Effekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) soll bei rund 700 Mio. € liegen.

Das bereinigte EBITDA wird nach Firmenangaben u. a. von

  • Währungs-Effekten,
  • Anlauf-Kosten für Kulim (die modernste Produktionsstätte für LED-Chips auf 6-Zoll-Wafern)
  • und steigenden Investitionen für Forschung und Entwicklung

mit einem insges. 3-stelligen Millionen-Betrag beeinflusst. Alleine die Währungs-Effekte dürften das Ergebnis mit rund 70 Mio. € belasten, hieß es.

Meine Einschätzung

Die Osram-Aktie, die sich von Anfang 2016 bis heute im Kurs beinahe verdoppelt hat, ist angesichts eines eher moderaten Wachstums und eines Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) von deutlich über 20 für mich derzeit kein Kaufkandidat mehr.

Sollten Sie bei Osram investiert sein, bietet sich auf dem aktuellen Kurs- und Bewertungs-Niveau stattdessen vielmehr eine Gewinn-Mitnahme als ein Neu-Einstieg an.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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