Liegen die Griechenland-Hilfen bald auf Eis?

Griechenland und kein Ende… Das Euro-Krisenland steht einmal mehr im Mittelpunkt der Schlagzeilen:

Abermals Beratungen über abermalige Hilfszahlungen

Ganz aktuell stehen weitere Beratungen über mögliche neue Hilfen für das angeschlagene Euro-Land an; die Euro Finanzminister beraten nun darüber, wie es tatsächlich in Griechenland weitergeht.

Fakt ist: Bisher gibt es noch keine Einigung zwischen den Geldgebern und dem angeschlagenen Land.

Knackpunkt sind hier die aktuellen Überprüfungen der Reformen in Griechenland.

Sie erinnern sich: Griechenland stand mit dem Rücken zur Wand und ist nur durch massive Reform-Versprechen überhaupt noch in der Lage gewesen sich finanziell über Wasser zu halten.

Griechenland setzt Reformen nur zögerlich um

Doch genau diese weitreichenden Reform-Versprechen sind in Griechenland bislang nur unzureichend umgesetzt worden.

Schon bald stehen neue Überprüfungen der Reformen in Griechenland an, und jetzt kommt die große Herausforderung für das Krisenland:

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat sich als Partner bei den Zahlungen erst dann zu weiteren neuen Hilfsleistungen bereit erklärt, wenn es in Griechenland tatsächlich zur raschen Umsetzung von Reformen gekommen ist.

Wie Griechenland weiterhin unterstützt werden soll, darüber gehen die Meinungen selbst in der Regierungs-Koalition in Berlin auseinander:

Für Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble von der CDU ist ein weiteres Engagement des Internationalen Währungsfonds unerlässlich.

Eine etwas andere Sicht hat der CSU-Politiker Markus Söder, der in Bayern als Finanzminister tätig ist:

Er erklärte heute in der Bild-Zeitung, dass Griechenland schon bald nur noch Hilfen mit Sicherheiten erhalten solle.

Dabei würden Bargeld, Gold oder Immobilien anerkannt werden. Söders klare Einschätzung lautet hier: „Wir brauchen einen Plan B.“

Wird es Griechenland jemals wieder auf einen grünen Zweig schaffen?

Das Thema Griechenland und Hilfszahlungen ist wahrlich eine unendliche Geschichte – mit offenem Ausgang.

Es ist eben gar nicht absehbar, ob Griechenland irgendwann einmal wieder auf eigenen finanziellen Beinen stehen wird.

Zwar sind aktuell auch Meldungen zu lesen, wonach die Haushaltslage in Griechenland überraschend gut ist.

Doch davon sollten Sie sich nicht täuschen lassen; hier steht immer der Primär-Haushalt im Fokus.

Doch was bedeutet das? – Der Primär-Haushalt umfasst die Staatsausgaben ohne Zinszahlungen. Daher gibt eine solche Zahl auch ein schiefes Bild der Realität wieder.

Hier sehen Sie einmal mehr: Bei den Krisen-Meldungen aus Griechenland lohnt es sich schon ganz genau hinzuschauen.

20. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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