Lockheed Martin kann mehr als nur Flugzeuge bauen

Eine starke Stellung in der Rüstungsindustrie, im Flugzeugbau und in der Weltraumtechnik bringen dem Konzern Synergieeffekte ein. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Das Säbelrasseln zwischen Nordkoreas Diktator Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump geht weiter.

Der Nahe Osten steht in Flammen. Russland vertritt mit aller Macht seine territorialen Interessen. Die Annexion der Krim verdeutlichte, dass auch im Umgang mit dieser Großmacht ein enormes Konfliktpotenzial besteht. Die Menschen sehnen sich nach Sicherheit, und die Staaten ringen um Einfluss und Macht. Deshalb ist es kein Wunder, dass die Geschäfte eines technologisch führenden Rüstungsherstellers wie Lockheed Martin hervorragend laufen. Seit meiner ersten Empfehlung im Juli 2015 haben Sie bereits einen Gewinn in Höhe rund 70% erzielt.

Lockheed Martin und die 3-Filter-Kriterien

Der Rüstungshersteller schneidet bei der Erfüllung der Kriterien der 3-Filter- Strategie nach James O’Shaughnessy sehr gut ab:

  1. Seit 2011 ist der Gewinn mit einer Ausnahme immer angestiegen.
  2. Bei einem für 2017 geschätzten Umsatz von 50,8 Mrd. $ errechnet sich ein KUV von 1,8. Das ist zwar geringfügig höher als das von O’Shaugnessy geforderte Verhältnis von 1,5, doch dank der monopolartigen Stellung von Lockheed Martin ist diese höhere Bewertung gerechtfertigt.
  3. Die Aktie hat sich in den vergangenen 6 Monaten besser entwickelt als der Vergleichsindex S&P 500. Auch auf Sicht von 3, 5 und 10 Jahren hängt Lockheed Martin den Index klar ab.

Die Rüstungsschmiede der US-Regierung

Lockheed Martin ist der größte Rüstungskonzern der Welt und vor allem in der militärischen und zivilen Luft- sowie in der Raumfahrt tätig. 2016 wurden mehr als 70% des Umsatzes durch Geschäfte mit der US-Regierung erzielt. Ein weiteres Viertel steuerten andere westliche Regierungen bei.

Großaufträge aus aller Welt

Die USA hat zwar ihre Rolle als Weltpolizist unter Präsident Trump aufgegeben, dennoch wurde der Rüstungsetat um 10% erhöht. Zudem erhält Lockheed auch Aufträge von neuen Kunden, deren Belieferung in der Vergangenheit noch undenkbar gewesen wäre. Bei einem Besuch des US-Präsidenten zu Beginn des Jahres in Saudi- Arabien wurden Rüstungsdeals zwischen den USA und dem Golfstaat im Umfang von 110 Mrd. $ abgeschlossen. Lockheed Martin wird sich ein bedeutendes Stück vom Kuchen abschneiden können.

Auch im zivilen Bereich kann Lockheed Martin punkten

Im Sommer hat Lockheed Martin das neue Frachtflugzeug LM-100J präsentiert. Das Modell wird intern wegen seiner enormen Flexibilität und Traglast als Super Hercules bezeichnet. Es wurde auf Grundlage eines der erfolgreichsten militärischen Transportflugzeuge der Welt entwickelt. Derzeit laufen die obligatorischen Flugtests. Die ersten Auslieferungen werden für 2018 erwartet.

Lockheed Martin steigert den Umsatz

Der Umsatz stieg in den ersten 9 Monaten um 7,2% auf 35,9 Mrd. $. Der Gewinn betrug 2,6 Mrd. $. Das war weniger als im Vorjahr, allerdings profitierte Lockheed 2016 mit einem milliardenschweren Sondergewinn von der Abspaltung der Sparte Information Systems & Global Solutions. Die Zahlen sind also nur bedingt vergleichbar. Besonders erfreulich ist, dass alle Sparten zum Umsatzwachstum beigetragen haben.

Aktienrückkäufe erfreuen Anteilseigner

Der für Sie als Aktionär entscheidende Gewinn pro Aktie ging zwar aufgrund der Sondereffekte ebenfalls zurück, sank aber langsamer als der Nettogewinn. Denn Lockheed Martin kauft in großem Umfang eigene Aktien zurück. Damit muss der Gewinn künftig auf weniger Anteilseigner verteilt werden. In den ersten 9 Monaten hat Lockheed bereits Aktien im Umfang von 1,5 Mrd. $ zurückgekauft. Weitere 3,5 Mrd. $ stehen für das Programm noch zur Verfügung. Zum aktuellen Marktpreis können damit rund 3,9% aller ausstehenden Aktien zurückgekauft werden.

Die Dividende steigt

Lockheed gibt nicht nur durch Aktienrückkäufe Kapital an die Anteilseigner zurück, sondern schüttet auch großzügig Dividenden aus. Die Quartalsdividende wurde kürzlich bereits das 16. Jahr in Folge um 10% auf 2,00 $ pro Aktie erhöht. Die aufs Jahr hochgerechnete Dividendenrendite beträgt 2,5%.

Ausblick

In diesem Jahr möchte Lockheed Martin den Umsatz um 5,8 bis 8,4% auf mehr als 50 Mrd. $ steigern. Beim operativen Cashflow werden sogar 20% mehr als im Vorjahr erwartet. Das zeigt: Die Geschäfte laufen gut und Lockheed fließt viel Geld zu. 2018 erwartet Lockheed Martin ein Umsatzwachstum von mindestens 2%.

Lockheed schätzt selbst in der Regel sehr vorsichtig und passt die Prognose im Laufe des Jahres mehrfach an. Wir gehen davon aus, dass die Konflikte in aller Welt zu neuen Großaufträgen führen werden. Lockheed Martin bedient das Sicherheitsbedürfnis der Regierungen.

Die starke Stellung im Flugzeugbau sowie das Engagement in der Raumfahrt und der Sprengstoffforschung sind ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, weil Lockheed Martin Verteidigungsgüter aus einer Hand anbieten kann.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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