Lockheed Martin: Wichtige Informationen zur Leidos-Übernahme

Der Rüstungs-Konzern treibt den Konzern-Umbau voran. Im 1. Halbjahr überzeugte mich Lockheed Martin mit sehr guten Ergebnissen. Lockheed hat die Prognose erneut angehoben.

Lockheed Martin hat in einer vom Terrorismus geplagten Welt im 1. Halbjahr den Umsatz um 13,2% auf 24,6 Mrd. $ erhöht. Dabei wurde der Gewinn um 6,2% auf 1,9 Mrd. $ gesteigert.

Besonders die Luftfahrt-Sparte konnte sowohl den Gewinn als auch den Umsatz kräftig anheben. Der Erfolgs-Garant waren die Kampfflugzeuge der F-35-Serie.

Top-Ausblick

Die guten Halbjahres-Zahlen veranlassten das Management dazu, die Prognose für 2016 zu erhöhen. Lockheed Martin rechnet jetzt mit einem Umsatz zwischen 50 und 51,5 Mrd. $.

Der Gewinn pro Aktie wird im Bereich von 12,15 bis 12,45 $ erwartet. Das ist bereits die 2. Erhöhung der Prognose in diesem Jahr.

Der Konzern-Umbau geht voran

Im Februar hatte ich Ihnen geschrieben, dass Lockheed Martin noch effizienter werden will und deshalb den Konzern-Umbau vorantreibt. Der Bereich Information Systems & Global Solutions soll ausgegliedert und mit dem US-Software-Hersteller Leidos verschmolzen werden.

Nach der Transaktion hält Lockheed Martin rund 50,5% am neuen Konzern. Im Rahmen dieser Übernahme haben Sie möglicherweise in den vergangenen Tagen ein Umtausch-Angebot für Ihre Lockheed-Martin-Aktien bekommen.

So reagieren Sie auf das Aktien-Tauschangebot

Durch den Aktientausch gibt Ihnen Lockheed die Möglichkeit, sich einen Geschäftsbereich auszusuchen. Lehnen Sie das Angebot ab, bleiben Sie Aktionär von Lockheed. Sie investieren dann weiterhin in das Rüstungs- und Raumfahrt-Geschäft.

Nehmen Sie dagegen das Angebot an, setzen Sie auf den IT-Sektor. Da Lockheed Martin ohnehin rund die Hälfte der Anteile am neuen Gemeinschafts-Unternehmen halten wird, empfehle ich Ihnen das Umtausch-Angebot abzulehnen.

Unternehmens-Porträt von Lockheed Martin

Lockheed Martin gehört neben Boeing zu den weltweit größten Rüstungs-Konzernen. Hauptgeschäftsfelder sind die Entwicklung von Raketen-, Flugabwehr- und Satelliten-Systemen sowie die Produktion von Kampfjets und Transport-Flugzeugen (F-16, F-22, F-35, C-130S).

Die US-Regierung und die US-Armee sind mit einem Umsatz-Anteil von 82% die bedeutendsten Vertrags-Partner des Konzerns. Ein 2. Standbein wurde im Energie-Geschäft aufgebaut.

2. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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