Logistiker mit Gewinner-Gen

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Während andere Paketdienste um Amazon buhlen, bleibt UPS lieber cool. Das rechnet sich. Auch für Aktionäre. (Foto: MikeDotta / shutterstock.com)

Die Welt ist kleiner geworden. Nicht nur, weil Fliegen heute für viele Menschen Alltag ist oder weil Informationen in Bruchteilen von Sekunden um den Globus geschickt werden können. Auch Waren sind überall verfügbar und werden bis vor unsere Haustür geliefert. Ein elektronisches Bauteil aus China? Finden wir mit wenigen Klicks im Internet, bezahlen online und erhalten es wenige Tage später per Kurier. Je nach Porto geht dieser Versand schneller oder langsamer.

Doch fast immer, wenn es um weltweite Bestellungen geht, haben große Logistikkonzerne ihre Finger im Spiel. So wie UPS. United Parcel Service of America (UPS) wurde bereits 1902 gegründet und ist einer der größten Paket- und Expresslogistiker weltweit. Der Börsengang fand erst 1999 statt. Neben Luft- und Bodenfracht bietet UPS auch weitere Dienstleistungen rund um die Logistik an. Das Unternehmen ist in 220 Ländern vertreten und setzt rund 660 eigene und gemietete Flugzeuge sowie 110.000 Kraftfahrzeuge ein.

UPS ist gut im Geldverdienen

UPS befindet sich auf Wachstumskurs. Der durchschnittliche Preis pro Paket konnte um 4,4% angehoben werden. Zudem stieg das beförderte Volumen an. UPS steigerte den Umsatz im 1. Halbjahr um 10,0% auf 34,6 Mrd $. Das internationale Geschäft sowie die Sparte Logistik und Fracht wiesen die stärksten Wachstumsraten auf. In den USA verfügt UPS bereits über eine sehr starke Marktposition und konnte nicht mehr so schnell wachsen. Insgesamt hat UPS im 1. Halbjahr knapp 2,5 Mrd Pakete befördert. Das waren 3,8% mehr als im Vorjahr.

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UPS ist als Premiumdienstleister für seine profitable Preispolitik bekannt. In der Logistikbranche ist es üblich, dass Großkunden hohe Rabatte auf die Listenpreise eingeräumt bekommen. UPS achtet dabei jedoch auf die Profitabilität. Während Konkurrenten wie DHL und Hermes Großkunden wie Amazon extrem niedrige Preise berechnen, verzichtet UPS auf dieses Geschäft lieber und widmet sich ausschließlich Kunden, bei denen Geld zu verdienen ist.

Warum wir die Aktie aussichtsreich finden

Diese Strategie macht sich bezahlt. Der Gewinn stieg um 11% auf 2,8 Mrd $. Um im Konkurrenzkampf zu bestehen, hat UPS ein Sparprogramm aufgelegt. Über ein Abfindungsangebot sollen Mitarbeiter dazu animiert werden, den Konzern zu verlassen. Das Programm schlägt mit 263 Mio $ zu Buche und soll ab Mitte 2019 jährliche Einsparungen von 200 Mio $ bringen. Pakete boomen. Das wird auch so weiter gehen. Die Aktie von UPS ist daher eine gute Wahl, auch wegen der Dividendenrendite von 2,9%.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.