Logitech: Aktienrückkäufe und ein „einmaliges Erlebnis“

Am kommenden Mittwoch (23. Juli 2015) präsentiert Logitech seine Zahlen zum vergangenen Geschäftsquartal. Erst kürzlich richtete sich der Hersteller von Computer-Peripheriegeräten wie beispielsweise Lautsprecher, Tastatur oder PC-Mäusen neu aus.

Das schweizerisch-amerikanische Unternehmen spricht selbst vom „größten Wandel der Marke in der Unternehmensgeschichte“ und will künftig Produkte entwickeln, die einen „festen Platz im täglichen Leben von Verbrauchern haben.“

Um die neue Ausrichtung zu unterstreichen, erneuerte Logitech sein Logo und führte die neue Unter-Marke „Logi“ ein.

Logitech führt neue Marke ein

Was sich tatsächlich hinter der Neuausrichtung verbirgt, bleibt aber zunächst im Dunkeln.

„Wir wollen Produkte entwickeln, die fortschrittliche Technologie und Design optimal vereinen und so unseren Kunden ein einmaliges Erlebnis bieten“, sagt Unternehmenschef Bracken Darrell – bisher einziges Neuprodukt ist die am vergangenen Mittwoch vorgestellte iPad-Hülle „Blok“.

Während die Neuausrichtung also eher diffus verläuft, erfreut die anlegerfreundliche Ausschüttungspolitik. Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei herausragenden 3,73 Prozent.

Zudem läuft bei Logitech noch bis März 2017 ein 250 Mio. Dollar schweres Aktienrückkauf-Programm.

Logitech Aktie: Hochattraktive Kapitalmaßnahmen

Für Anleger ist diese Kapitalmaßnahme hochattraktiv. Schließlich stärkt Logitech so die Nachfrage und den Kursverlauf der eigenen Aktie.

Da Logitech die zurückgekauften Aktien vernichtet, sinkt zudem die Gesamtzahl der Wertpapiere – jede Aktie gewinnt also automatisch an Wert, denn sowohl der Unternehmensgewinn als auch die Dividendensumme werden auf weniger Aktien verteilt.

Und dass die Kurse von Aktienrückkäufern deutlich stärker als der Markt steigen, beweist allein schon der Blick auf den S&P 500 Buyback Index, der die 100 US-Unternehmen mit den größten Rückkauf-Programmen umfasst.

In den vergangenen drei Jahren lief er deutlich besser als der Vergleichsindex S&P 500.

Während sich der Buyback-Index (zu deutsch: „Rückkauf-Index“) mit einem Plus von 89 Prozent fast verdoppelte, erzielte der US-amerikanische Leitindex S&P 500 gerade einmal ein Plus von 62 Prozent.

18. Juli 2015

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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