Lohnstückkosten: Große Differenzen haben das Potenzial, den Euro zu sprengen

Wie Sie wissen, warne ich schon längere Zeit vor den Problemen, die sich durch den Euro ergeben. Diese Kritik zieht jetzt immer weitere Kreise. Das mag sicherlich auch daran liegen, dass die Folgen nun immer offensichtlicher werden.

Die aktuelle Strategie im Zuge der Euro-Krise mit immer mehr neuen Schulden das Problem der bestehenden Schulden zu lösen, stößt an seine Grenzen. Zusätzlich laufen auch die einzelnen Volkswirtschaften in der Euro-Zone immer stärker auseinander. Das lässt sich beispielsweise an der Entwicklung der Lohnstückkosten sehr gut nachweisen.

Genau auf diesen Aspekt hat jetzt auch der frühere Staatssekretär im Finanzministerium und ehemalige Chef-Volkswirt der UNO Welthandels- und Entwicklungskonferenz (UNCTAD), Heiner Flassbeck, hingewiesen. Seiner Einschätzung nach werden die in Europa auseinanderlaufenden Lohnstückkosten den Euro sprengen.

Er machte deutlich, dass der Euro im Jahr 2017 vor dem Ende stehen und es dann in ganz Europa eine Deflation geben werde, wenn jetzt Frankreich – ähnlich wie Griechenland und Spanien – Sparprogramme auflegt, um die Lohnstückkosten auf das deutsche Niveau zu senken.

Fehlende Wechselkurse erhöhen die Spannungen innerhalb der Euro-Zone immer weiter

Das entspricht genau meinen Erkenntnissen, dass der Euro letztlich scheitern wird. Auch ich weise bereits seit 1996 darauf hin, dass eine einheitliche Währung in Europa gar nicht möglich ist, weil die Lohnstückkosten, also die Lohn-Kosten, um ein Produkt zu produzieren, stark differieren.

Früher wurde das durch eine Senkung des Wechselkurses ausgeglichen. Seit es jedoch den Euro gibt, fehlt dieser Ausgleichsmechanismus und es bauen sich Spannungen auf, die zur derzeitigen Eurokrise geführt haben.

Auch wenn die Politiker und Bürokraten in Brüssel es anders sehen oder zumindest kaum Zweifel zulassen: Der Konflikt zwischen den unterschiedlichen Wirtschaftsräumen, sprich: den am Euro beteiligten wirtschaftlich divergierenden Staaten, und der Einheitswährung Euro ist letztendlich nicht lösbar. Wir kommen immer mehr in eine Deflationsphase und der Euro wird immer brüchiger werden.

Deshalb ist es für Sie wichtig, sich aktiv gegen diese beiden Gefahren abzusichern. Das tun Sie, indem Sie Ihr Vermögen breit streuen. So haben Sie eine optimale Absicherung gegen alle Arten von Finanzkrisen.

11. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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