LPKF Laser im Aufwind

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Nach dem fulminanten Kursgewinnen im Vorjahr konnte sich die Aktie auch 2020 recht gut behaupten. (Foto: spainter_vfx/Shutterstock)

Die Aktienmärkte befinden sich noch immer zwischen Impfhoffnungen und der Furcht vor weiteren Verschärfungen und Einschränkungen durch die Pandemie. Die Quartalsberichtssaison neigt sich langsam dem Ende – auch diese hatte zuletzt übrigens wenig Einfluss auf den Kursverlauf der internationalen Indizes. Immerhin konnte die 13.000 Punktemarke zuletzt im DAX zurückerobert werden. Auch beim TecDAX konnte die 3.000 Zählermarke überschritten werden. Hier zeigt sich unter anderem die LPKF Laser & Electronics AG seit Anfang des Monats stark.

Unternehmensportrait

Aus diesem Grund möchte ich Ihnen das Papier heute etwas näher vorstellen: Die deutsche LPKF Laser & Electronics AG zählt zu den international führenden Anbietern von lasergestützten Anwendungstechnologien für die moderne Mikroelektronik. Dabei richten sich die Produkte an Kunden aus den Bereichen Automotive, Elektronik, Telekommunikation und Solar.

Geschäft leidet unter der Corona-Pandemie

Bereits Ende des vergangenen Monats gewährte der Konzern einen Einblick in die Bücher und gab zudem bekannt, dass es in diesem Jahr – bedingt durch Corona – zu einem deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang kommen wird. So werden für 2020 nur noch Erlöse zwischen 96 und 102 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Die Marge auf Basis des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) sieht der Konzern bei 8 bis 12%. Umgerechnet in absolute Werte bedeutet das einen operativen Gewinn zwischen knapp 8 Mio. und rund 12 Mio. Euro.

Vergleicht man diese Zahlen mit den Ergebnissen des letzten Jahres, so fällt die Corona-Belastung deutlich ins Auge. So wurden 2019 rund 140 Mio. Euro umgesetzt und operativ 19 Mio. Euro verdient. Immerhin soll es 2021 und in den folgenden Jahren wieder deutlich besser laufen – es wird ein nachhaltiges, profitables Wachstum in allen Geschäftsbereichen erwartet und die Mittelfristprognose, die noch im Februar vor der Pandemie ausgegeben wurde, konnte bestätigt werden.

Gute Entwicklung im Börsenjahr 2020

Aktionäre haben dennoch kaum Grund zur Unzufriedenheit. Seit Jahresanfang konnte die Aktie um rund ein Viertel an Wert gewinnen. Derzeit befindet sich der Anteilsschein in einer Seitwärtsbewegung, die zwischen 15 Euro und 25 Euro verläuft. In diesem Bereich dürfte sich die Aktie auch in der nächsten Zeit entwickeln.

Die Kennzahlen zeigen zudem, dass die Aktie derzeit recht fair bewertet ist. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 30 im kommenden Jahr gibt es von dieser Seite nur wenig Grund, schnell die Anteilsscheine zu erwerben.

Neuer Aufsichtsratsvorsitzender sorgt für positiven Impuls

Vergangene Woche geriet das Unternehmen nochmals in die Schlagzeilen: So teilte der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Markus Peters mit, dass er sein Amt niederlegen wird.

Ein institutioneller Investor hat für diesen vakanten Posten nun Jean-Michel Richard, den ehemaligen Finanzvorstand von Dialog Semiconductor, vorgeschlagen. Allein dieser Vorschlag sorgte zuletzt für positive Analystenkommentare.

Allerdings bin ich nicht der Meinung, dass solche Personalentscheidungen einen nachhaltigen Einfluss auf den Aktienkurs haben. Ich schaue mir die Entwicklung derzeit lieber von der Seitenlinie aus an.

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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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