LPKF Laser wieder im Vorwärtsgang

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Nach einem neuen Großauftrag macht die Aktie von LPKF Laser einen Kurssprung. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Es gibt sie also doch noch: Die Nachrichten, die Normalität skizzieren und Hoffnungen auf die Post-Corona-Zeit machen. Diese kam gestern von der LPKF Laser– und der Erfolg an der Börse ließ nicht lange auf sich warten.

Auftrag aus Japan

Ausgangslage der Hoffnung war die Meldung, dass der Laserspezialist einen Lizenzvertrag für seine Technologie zur Glasbearbeitung aus Japan erzielen konnte. So wurde mit der Nippon Electric Glass ein Vertrag über die Nutzung seiner so genannten LIDE-Technologie zur Herstellung von Deckglas, Substratglas und anderen Glaskomponenten für die Displayfertigung geschlossen. Mit diesem Schritt sei ein wichtiger Meilenstein getätigt worden, um sich als System-Lieferant für die Displayindustrie zu etablieren und neue Anwendung für LIDE zu erschließen, so die Unternehmensspitze. Mit dem LIDE-Verfahren kann dünnes Glas schnell und präzise bearbeiten werden.

Kein Wunder, dass die Reaktion an den Wertpapiermärkten nicht lange auf sich warten ließ: Die Aktie schoss mit einem zweiprozentigen Zuwachs in die Höhe. Und dies, obwohl gar keine finanziellen Daten bezüglich des Vertrages genannt wurden.

Unternehmensportrait

Die LPKF Laser & Electronics AG ist ein in Deutschland ansässiger Entwickler von Lasersystemen und Prozesslösungen für die Leiterplattentechnik und Mikroelektronik. Die Produkte richten sich an Kunden aus den Bereichen Automotive, Elektronik, Telekommunikation und Solar.

Gemischte Quartalszahlen – Verzicht auf Ausblick

Mit dieser Meldung sind die eher durchwachsenen Quartalszahlen, die noch zu Beginn des Monats für eine gewisse Unsicherheit gesorgt hatten, fast vergessen.  In den ersten 3 Monaten des Jahres war der Erlös gegenüber dem Vorjahreswert um 46% auf 19,5 Mio. Euro abgerutscht. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern fiel mit 2,4 Mio. sogar ein Verlust an. Im Zeitraum des vergangenen Jahres gab es hier noch einen Gewinn von 6,1 Mio. Euro.

Dabei soll es aber im laufenden Quartal wieder nach oben gehen – es wird mit einem Wert zwischen 1 und 4 Mio. Euro gerechnet. Unter dem Strich wurde das erste Quartal mit einem Verlust von 1,8 Mio. Euro – nach einem Gewinn von 4,4 Mio. Euro ein Jahr zuvor – abgeschlossen.

Bemängelt wurde, dass es auf Grund der Corona-Pandemie keinen Ausblick für das Gesamtjahr gab. Doch die gestrige Nachricht zeigt, dass so langsam Normalität einkehrt – wenn jetzt auch noch die aufgeschobenen Verträge kommen, dürfte sich der Aktienkurs weiter nach oben orientieren und das Jahreshoch bei 25,70 Euro in Angriff genommen werden.

Aktie dank deutlicher Gewinnsteigerung im nächsten Jahr mit Luft nach oben

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 35, was aber Prognosen zufolge im kommenden Jahr unter 20 sinken soll, ist die Aktie immer noch relativ moderat bewertet. Sicherlich wird die Entwicklung des Kurses auch vom weiteren Auftragseingang abhängen. Aber den Auftrag aus Japan sehe ich als gutes Zeichen. Für spekulativ orientierte Anleger ist die LPKF Laser-Aktie einen näheren Blick wert.


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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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