Lufthansa gibt Großbestellung auf – Der Pressespiegel

Mehrere Baumarktketten bieten für Max Bahr, Lufthansa-Aufsichtsrat segnet Großbestellung ab und Blackberry setzt erneut den Rotstift an. (Foto: Dawid Lech / Shutterstock.com)

Globus und Hellweg interessiert an Max Bahr. Die insolvente Baumarktkette Praktiker hat keine Chancen mehr, gerettet zu werden – aber zumindest für die Tochter Max Bahr gibt es noch Hoffnung.

Sowohl die saarländische Globus-Kette als auch der Dortmunder Konzern Hellweg sollen Interesse bekundet und Angebote vorgelegt haben. Wer den Zuschlag erhält, ist noch unklar. (SPON)

Standpunkt: Kein Wunder – im Gegensatz zur Billigmarke Praktiker genießt Max Bahr höheres Ansehen und hat sich insgesamt profitabler gehalten.

Wenn allerdings das Filetstück erst mal unterm Hammer ist, dürfte das Ende der Marke Praktiker noch schneller vonstattengehen.

Lufthansa gibt Großbestellung auf. Der Lufthansa-Aufsichtsrat hat am Mittwoch einer milliardenschweren Großbestellung neuer Langstreckenflugzeuge zugestimmt.

Die überalterte Flotte der Airline soll damit runderneuert werden. 50 Langstreckenjets sollen bestellt werden, der Auftrag verteilt sich auf die Hersteller Airbus und Boeing.

Die neu entwickelten Modelle A350-900 und Boeing 777X sollen spritsparender und damit kosteneffizienter sein als die bisher im Dienst befindlichen Altflugzeuge. (FAZ)

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Standpunkt: Die Bestellung zeigt vor allem eines: Der Aufsichtsrat hält die von Konzernchef Christoph Franz gestellten Weichen für unumgänglich.

Nachdem Franz vor wenigen Tagen seinen Wechsel zum Pharmakonzern Roche angekündigt hatte, war zunächst unklar, ob der Aufsichtsrat einen Milliardenauftrag beschließen würde, ohne den nachfolgenden Chef mit einzubeziehen.

Wer auf Franz folgen soll, ist derzeit noch unklar. Eine Abkehr vom eingeschlagenen Kurs, der einen Mix aus Einsparungen und Investitionen vorsieht, wird nun aber unwahrscheinlich, ganz gleich, wer das Ruder übernimmt.

Personalabbau bei Blackberry. Der angeschlagene Handyhersteller Blackberry will seine Belegschaft kurzfristig um bis zu 40 Prozent reduzieren. Noch in diesem Jahr könnten tausende Arbeitsplätze entfallen, über alle Konzernbereiche hinweg. (SZ)

Standpunkt: Bitter für die Belegschaft, aber nicht wirklich überraschend. Bereits in der Vergangenheit wurde der Rotstift beim Personal angesetzt.

Die nun angekündigten radikalen Kürzungen versinnbildlichen ein letztes Aufbäumen des einstigen Smartphone-Pioniers – wenn die Trendwende nicht bald klappt, droht das Aus.


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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.