Luxus geht immer

Luxusartikel gehen immer – ob im Einzelhandel oder an der Börse.

Doch sollten v. a. Anleger nachhaltig kaufen und nicht immer auf den letzten Schrei oder Modeartikel setzen.

Die schnelllebige Modewelt ist vor allem für langfristige Investoren kein gutes Terrain.

Starke Marken und Langlebigkeit – Beispiel: Burberry

Wie gut ist es, dass das Luxus-Segment von einigen wenigen Gesellschaften bestimmt wird, die mit starken Marken dauerhaft Kunden an sich binden.

Eines dieser Unternehmen ist Burberry. Burberry Group PLC wurde bekannt durch die gleichnamige Modemarke.

Das einprägsame Karo-Muster ist weltweit bekannt. Neben dem direkten Vertrieb in konzerneigenen Ladenlokalen verdient der Konzern v. a. durch den Großhandel und das Lizenzgeschäft.

Neben Lederwaren, Kleidung, Uhren und Schmuck werden auch Kosmetik und Parfüm vertrieben.

Internet-Geschäft bringt Umsatz-Schub

Burberry hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Marktanteile in allen regionalen Absatzmärkten gesteigert.

Die neue Kollektion wurde gut von den Stammkunden angenommen. Mit schicken Trenchcoats und feschen Ponchos hat es Burberry wieder einmal geschafft, das Herz der gut Betuchten höher schlagen zu lassen.

Der Umsatz stieg um 8,3% auf 2,5 Mrd. £. Der Gewinn stieg um 1% auf 336 Mio. £. Neben den neuen Produkten hat Burberry auch seine alten Modeartikel etwas aufgefrischt und in die letzte Herbst-/Winterkollektion mit eingebunden.

V. a. die berühmten Kaschmirschals wurden wieder kräftig nachgefragt. Auch künftig möchte Burberry an die Erfolge des Geschäftsjahres anknüpfen und die bestehende Wachstums-Strategie fortsetzen.

Dabei konzentriert sich der Luxusgüter-Konzern nicht nur auf seine eigenen Verkaufslokale, sondern auch zunehmend auf das Online-Geschäft.

Da Burberry ein hervorragendes Marken-Image besitzt, vertrauen die Kunden auch im Internet auf die Qualität der Produkte.

Besonders in den USA und Europa stellt das Internetgeschäft schon jetzt eine wichtige und schnell wachsende Einnahmequelle dar.

In Asien soll dagegen in den Ausbau des Boutiquen-Vertriebs investiert werden. Dagegen ist der Protest gegen die Verwendung von Fellen abgeklungen.

Burberry hat keinen merklichen Schaden davon getragen. Im Winter hatten Tierschützer gegen die Verwendung von Fuchspelzen demonstriert und eine Petition gegen den Konzern aufgesetzt.

Burberry: Aktie bleibt interessant

Wir erwarten auf Sicht von 6 bis 12 Monaten erwarten wir eine überdurchschnittliche Kursentwicklung. Das Unternehmen glänzt mit starken Marken und expandiert erfolgreich.

Auf der Negativ-Seite stehen die Gefahr von Plagiaten und die Wechselkurs-Effekte, für die Burberry besonders anfällig ist. Positiv stimmt uns dagegen die Dividendenrendite von rund 2%. Die Aktie bleibt interessant.

14. Juli 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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