MACD Histogramm: Unsere Einführung zum MACD

Liebe Leser,

in unserer Serie zum MACD, einem der besten Indikatoren der Charttechnik, bin ich Ihnen noch einen Aspekt schuldig: die Anwendung des MACD Histogramms.

Ich möchte Ihnen hier zeigen, wie Sie mit Hilfe des Histogramms Ihre MACD-Analyse noch optimieren und verfeinern können. Mit diesem Aspekt wollen wir zugleich unsere Serie zum MACD abschließen.

Eine Optimierung Ihrer MACD-Analyse ist deshalb möglich, weil das Histogramm noch etwas früher Hinweise auf eine Trendwende liefert.

Wenn Sie so wollen, eröffnet Ihnen das Histogramm noch eine Betrachtungs-Möglichkeit aus einer Perspektive, die Ihnen verborgen bleibt, wenn Sie lediglich auf MACD und Signallinie schauen.

Das Histogramm ist sozusagen das Röntgenbild desMACD.

MACD Histogramm: Abstand nehmen

Das MACD Histogramm misst den Abstand zwischen der MACD-Linie und der Signallinie (Trigger) und stellt diesen als ein Balkendiagramm dar, welches um die Nulllinie pendelt (oszilliert).

Das klingt zunächst kompliziert, ist es aber nicht, wie Sie auf dem nachfolgenden Chart des Dow Jones Industrial Average sehen werden:

Dow Jones Industrial Average-Tageschart mit MACD-Histogramm

Wir hatten bereits erarbeitet, dass der MACD durch seinen Richtungsverlauf den Trend vorgibt. Und wir hatten festgestellt, dass Kauf- und Verkaufssignale durch Überkreuzungen von MACD-Linie und Signallinie entstehen.

Mit dem Histogramm sehen Sie beides auf einen Blick: Sind die Balken rot gefärbt, bewegen sich also unter der Nulllinie, dann tendiert auch der MACD abwärts. Zeigt das MACD nach oben, erhalten wir grüne Balken, sie bewegen sich also über der Nulllinie.

Und wenn das Histogramm die Farbe wechselt, dann liegt eine Überkreuzung von MACD-Linie und Signallinie vor, mithin also ein Kauf- oder Verkaufssignal.

Doch Sie können noch mehr aus dem Histogramm ersehen. Dazu habe ich Ihnen aus dem obigen Chart des Dow Jones einmal den Zeitraum von Juni bis September herausgezoomt:

Dow Jones: Das MACD-Histogramm liefert noch frühere Hinweise auf Trendwenden

MACD Histogramm: Der Röntgenblick

Beginnen wir mit der Abwärtsbewegung von Juni bis Anfang Juli: MACD– und Signallinie tendieren ziemlich eindeutig abwärts. Ab dem 24. Juni fällt das Histogramm nicht weiter, weil sich die MACD-Linie einige Tage seitwärts bewegt.

Dann jedoch fällt sie weiter und markiert erst am 13. Juli einen deutlich sichtbaren Richtungswechsel (gelber Kreis) – ein erstes Indiz für eine mögliche Trendwende im Dow Jones.

2 Tage später folgt dann tatsächlich das endgültige Kaufsignal durch die Überkreuzung von MACD– und Signallinie – das Histogramm wechselt die Farbe (grüne Kreise).

Doch nun schauen Sie einmal, was das Histogramm zuvor gemacht hat: Es entstand eine Divergenz zu den Verläufen von MACD und Dow Jones (blauer Pfeil)!

Während Index und MACD jeweils tiefere Tiefs markierten, blieb der Abstand zwischen MACD– und Signallinie beim zweiten Tief sichtbar kleiner.

Damit erhalten Sie durch das Verhalten des Histogramms eine signifikante Optimierung Ihrer MACD-Analyse durch ein zusätzliches, bestätigendes Signal.

Es gibt jedoch noch einen weiteren Vorteil, den uns das MACD Histogramm zu bieten hat:

Betrachten Sie dazu bitte den Zeitraum von Mitte Juli bis Mitte August. Der MACD steigt kräftig an und unterlegt damit, dass sich der Dow Jones in einem starken Aufwärtstrend befindet.

Doch während der MACD bis in den August hinein wuchtig nach oben strebt (schwarzer Pfeil), fällt das MACD Histogramm schon ab dem 27. Juli immer weiter zurück.

Damit sagt uns das Histogramm eindeutig, dass die Dynamik der Aufwärtsbewegung, der Schwung, seinen Höhepunkt erreicht hat und allmählich nachlässt.

Dadurch erhalten Sie einen wertvollen Hinweis:

Noch droht keine unmittelbare Gefahr, jedoch sollten Sie sich darauf vorbereiten, dass die Aufwärtsbewegung in Kürze ihren Höhepunkt erreicht und Sie daher bereit sein sollten, kurzfristig Ihre Gewinne mitzunehmen.

In unserem Fall folgten Anfang August tatsächlich 2 Richtungswechsel (weitere Warnsignale) der MACD-Linie (gelbe Kreise) und am 14. August dann ein Verkaufssignal (blaue Kreise: Überkreuzung von MACD– und Signallinie und Farbwechsel des Histogramms).

Damit beenden wir unsere Beitrags-Serie zu einem der wichtigsten Indikatoren der Charttechnik, demMACD.

Ich hoffe, Sie können daraus recht viel für Ihre persönliche Investmentpraxis umsetzen. In diesem Sinne:

Viel Erfolg an den Börsen,

Ihr Andreas Sommer

P.S.: Wie mein geschätzter Kollege Heiko Seibel die aktuelle Entwicklung von Dow Jones, DAX und Gold einschätzt, können Sie im Anschluss lesen.

Dazu habe ich Ihnen einen Auszug aus der aktuellen Ausgabe von Heiko Seibels ‚CFD-Circle‘ angehängt:

++ 40% Rendite mit CFD-Trading ++

Liebe Freunde des Tradings,

die Börsen laufen prima nach oben, der Dow Jones hat gerade die Marke von 10.000 Zählern geknackt, der DAX dürfte bald den Stand von 6.000 Punkten erreichen.

Schöne, heile Börsenwelt, könnte man meinen: Der DAX lag zum Freitag um 21,88% über dem Stand vom Jahresanfang, allerdings bei einem maximalen Rückschlag von über 30% gleich zum Start des Jahres 2009!

Bei uns sieht die Sache noch besser aus: Beim Trading im Pattern of the Day – das ist eine besonders ausgeprägte und kurzfristig gültige Trading-Form im Forward auf den S&P 500 – startete am 1. Juli dieses Jahres.

Und gerade einmal 3 Monate später liegt die Performance schon bei 40,37%. Das ist auch aus Risiko-Gesichtspunkten sehr gut, denn der maximale Rückschlag lag bei rund 20%.

Wir haben also in einem weit kürzeren Zeitraum fast doppelt so viel Rendite erzielt wie der DAX. Sie sehen, was es ausmacht, wenn man long und short gehen, also von steigenden und fallenden Kursen profitiert.

Ich bin mir sicher, dass wir bis Jahresende noch kräftig draufsatteln werden, denn an der Börse tut sich Interessantes:

Dow wieder 5-stellig

Es ist vollbracht: Wie ich Ihnen in der letzten Wochenausgabe bereits avisiert habe, knackte der Dow Jones am Mittwoch zum ersten Mal in diesem Jahr die Marke von 10.000 Punkten.

Magische Marken ziehen einfach die Märkte an wie Magneten. Auch die ‚Wall of Fear‘ ist intakt: Die Stimmung ist nach wie vor alles andere als euphorisch.

Bei den amerikanischen Börsenbriefen überwiegt die Skepsis, die Autoren trauen dem Aufschwung nicht. Über die Gründe können wir spekulieren, aber letzten Endes spielen Sie keine Rolle.

Man muss die Märkte so nehmen, wie sie sind. Und derzeit versetzen weder schwächere gesamtwirtschaftliche Daten noch die leicht enttäuschenden Zahlen vom Branchenprimus Goldman Sachs den Märkten einen Dämpfer.

Es wird gekauft, wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet – und diese bietet sich v. a. dann, wenn die Märkte zurückkommen. „Buy the Dips“ – so heißt also das Gebot der Stunde.

Der nächste Widerstand im Dow ist erst die Marke von 10.334 Punkten. Für uns und alle anderen Charttechniker stellt sich die interessante Frage, ob der sich an dieser Marke die Stimmung so stark verbessert, dass ein Top möglich ist.

Ich kann es derzeit nicht sagen, Fakt ist nur, dass wir ein Stimmungshoch brauchen, um von einem nachhaltigen Hochpunkt sprechen zu können.

Über 10.334 Punkten kämen sogar wieder die 11.000 Punkte ins Spiel, aber warten wir erst einmal ab. Im Moment ist klar, dass wir Rückschläge als Kaufgelegenheiten betrachten.

DAX in Richtung 6.000

Auch der DAX konnte in dieser Woche auf ein neues Jahreshoch ausbrechen. Auch hier hielten sich die Rückschläge in Grenzen und wurden konsequent als Kaufgelegenheiten verstanden.

Der DAX hat damit – trotz aller Übergekauftheit – natürlich die Tür in Richtung 6.000+ Punkte aufgemacht.

Wie ich von einigen Fondsmanagern im Gespräch erfahren habe, scheint immer noch genug Geld an der Seitenlinie zu stehen, welches die Kurse befeuern könnte.

Der DAX hat überzeugend den Widerstand bei 5.784 aus dem Weg geräumt und läuft nun auf die nächste Marke zu. Diese liegt bei 6.159 und damit ein Stück weit über der Marke von 6.000 Punkten.

Auch die 6.000er-Marke hat rein psychologischen Charakter, jedoch keinen wirkliche technische Bedeutung.

Deshalb rechne ich auch hier nur mit kurzem Gezeter, bevor der DAX auch diesen Stein aus dem Weg räumt. Wir bleiben also auch beim DAX auf der Kaufseite – und dies gilt, solange der DAX nicht unter 5784 zurückfällt.

Gold mit Korrektur-Bedarf

Bei Gold zeichnet sich dagegen immer mehr eine Korrektur ab. Ohne Frage können wir den Chart des Edelmetalls derzeit nicht schlecht reden:

Gold notiert über seinem alten historischen Hoch von 1.035 USD und ist damit sowohl mittel- als auch langfristig klar bullish zu betrachten.

Sicherlich kann sich dieses positive Bild auch umkehren, aber hierfür bräuchten wir klare Preissignale. Beispielsweise wäre dies ein nachhaltiger Rückfall unter die Marke von 1.035 USD.

Aber bisher jedenfalls ist davon auf den ersten Blick nichts zu sehen. Doch gleich 3 meiner Spezial-Indikatoren schlagen aktuell Alarm: Derzeit zeichnet sich bei Gold ein Hoch ab.

Somit deuten mehrere Signale auf eine Korrektur hin. Im Fazit richten wir uns also auf kurzfristig fallende Goldpreise ein.

Übrigens: Genau diese Indikatoren (und noch vieles mehr) lernen die Seminar-Teilnehmer auf meinem VIP-Seminar.

Ich würde mich freuen, wenn Sie daran teilnehmen – und wenn Sie sich an die kräftige Outperformance bei uns im CFD-Trading anschließen!

Herzliche Grüße,

Ihr Heiko Seibel

P.S.: Erfahren Sie mehr über den CFD-Circle

20. Oktober 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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