Mit WashTec machen Sie dreckige Autos zu Geld

Mit jeder Autowäsche verdienen, geht denn das? – "Mit dieser Aktie schon!", sagt unser Börsen-Experte Volker Gelfarth an dieser Stelle. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Wer gute Renditen will, muss um die Ecke denken. Manchmal liegt die gute Idee aber so nah.

Gerade jetzt im Spätherbst wappnen sich Autofahrer gegen das Winter-Chaos: Die Winterreifen sind meistens bereits montiert, und auch die Flüssigkeit für die Scheibenwaschanlage ist nachgefüllt.

Trotzdem kommen Autofahrer um ein Übel nicht herum: Wer lange Strecken fährt, muss gerade im Winter öfter zur Waschanlage.

Das steckt hinter WashTec

Dass hier ein Investment schlummert, haben auch wir lange nicht gedacht. Doch dann haben wir die Aktie von Washtec entdeckt.

WashTec wurde im Jahr 2000 durch den Zusammenschluss von California Kleindienst und der Wesumat AG gegründet.

Heute ist das Unternehmen ein führender Anbieter von Fahrzeug-Waschanlagen für PKW, Nutz- und Schienenfahrzeuge und in mehr als 70 Ländern aktiv.

Portal-Anlagen, Waschstraßen-Systeme und SB-Waschplätze bilden die Angebots-Palette im PKW- und Nutzfahrzeug-Bereich.

Während das Auto früher mit der Hand gewaschen wurde, übernimmt das heute die moderne Technik von WashTec.

Die Zahlen stimmen – Und es wird noch besser

Dass damit gutes Geld zu verdienen ist, untermauern die Ergebnisse zum 1. Halbjahr:

Der Umsatz stieg um 24,1% auf 209,9 Mio €. Regional resultierte der Anstieg aus der positiven Entwicklung in Europa (+18,6%) und dem starken Wachstum in Nordamerika (+75,4%).

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Dabei hat sich in Nordamerika besonders das Großkunden-Geschäft hervorragend entwickelt.

Überzeugt hat der Bereich Maschinen und Service (+25,3%), aber auch die anderen Bereiche entwickelten sich positiv.

Das operative Ergebnis (EBIT) konnte WashTec um 61,3% auf 25,0 Mio € erhöhen. Unterm Strich stieg der Gewinn um 62,5% auf 1,30 € je Aktie.

Die Bilanz des Konzerns ist unverändert solide. Die Eigenkapitalquote verringerte sich nur aufgrund der Dividenden-Ausschüttung auf 33,0%. Der Cashflow sank auf 7,5 Mio. €.

Dabei ist zu beachten, dass in diesem Jahr hohe Steuerzahlungen auf die Ergebnisse der Vorjahre geleistet wurden. Bereinigt um diese Sondereffekte stieg der Mittel-Zufluss um 12,2%.

In Deutschland werden die lokalen Vertriebs- und Service-Niederlassungen aufgelöst und am Hauptsitz in Augsburg konzentriert.

Mit dieser Maßnahme werden Prozesse bereinigt und optimiert, um so die Kunden noch besser und flexibler bedienen zu können.

Die Zukunft ist rosig

Nachdem der Auftrags-Bestand deutlich über dem Niveau des Vorjahres lag, strebt WashTec im Gesamtjahr ein Umsatz-Wachstum auf mind. 420 Mio. € sowie eine EBIT-Rendite von über 12% an.

Wir glauben, dass sich das Unternehmen künftig gut schlagen wird. Das Wachstum stimmt noch immer und außerdem sollen Prozesse optimiert werden.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.