Magna und SAF-HOLLAND überzeugen

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Die Geschäfte der Automobilzulieferer Magna und SAF-HOLLAND laufen. Beide konnten im 3. Quartal erneut zulegen. (Foto: Grzegorz Czapski / shutterstock.com)

Bei Magna International laufen die Geschäfte rund. Sowohl im 3. Quartal als auch in den ersten 9 Monaten legten Umsatz und Gewinn deutlich zu. Im 3.Quartal hat Magna den Umsatz um 9% auf 9,6 Mrd. $ gesteigert und den Gewinn von 512 auf 554 Mio. $. Im Werk in Graz, wo der Konzern die einzige Produktion betreibt, in der ganze Fahrzeuge zusammengebaut werden, verdoppelte sich in den ersten 9 Monaten der Umsatz.

Die Zahl der gebauten Fahrzeuge hat sich von 50.600 auf 107.900 mehr als verdoppelt

Auch das operative Ergebnis, das Magna in Graz erzielte, erhöhte sich um ein Drittel auf 44 Mio. $. Das starke Wachstum lag neben Währungseffekten an dem Start des Jaguar E- und I-Pace-Programms und der BMW 5er-Serie. Gerade angelaufen ist die Produktion des BMW Z4. Magna verstärkt sich im Bereich Software zur Steuerung der Bewegung mechatronischer Produkte und kauft die Dresdner Haptronik.

Das Unternehmen entwickelt Software zur Steuerung der Bewegung mechatronischer Produkte. Magna will die Technik für den Automobilmarkt weiterentwickeln. Die Software wird beispielsweise benötigt, um automatische Türen per Gesten oder Fingerdruck zu öffnen.

Damit investiert Magna in fortschrittliche Motion-Control-Software und baut die Marktführerschaft im Bereich Mechatronik weiter aus. Weil die Kapazitäten bei Magna Steyr ausgelastet sind, denkt der Zulieferer über ein neues Werk nach und bringt als Standorte die USA und China ins Spiel. Mit einem Werk in Nordamerika könnte Magna dort seine Geschäfte kräftig ausbauen.

Unternehmensporträt

Magna International Inc. ist weltweit der zweitgrößte Autozulieferer. 325 Herstellungsanlagen und 96 Entwicklungszentren in 28 Ländern Amerikas, Asiens und Europas zeugen von der Kompetenz des 1954 von Frank Stronach gegründeten Unternehmens, das alle Teile vom Grundgerüst bis zum Außenspiegel sowie komplette Modelle entwickelt und produziert. Zunehmend ist Magna in lukrativen Nischen tätig.

SAF-HOLLAND steigerte den Umsatz im 3.Quartal um 22,9% auf 340,6 Mio. €

Auf organischer Basis – vor Währungskurs- und Akquisitionseffekten – legte der Umsatz um 15% zu. Damit zog das organische Wachstum nochmals an. Zusätzlich steuerten die neu akquirierten Gesellschaften 25,6 Mio. € zum Umsatz bei. Die negativen Währungskurseffekte summierten sich auf 3,7 Mio. € und resultierten hauptsächlich aus der Abwertung einiger asiatischer Währungen gegenüber dem Euro. Der Umsatz im Erstausrüstungsgeschäft legte in allen Regionen spürbar zu und stieg um 24% auf 258,4 Mio. €.

Die Region Asien-Pazifik und China konnte die Umsätze mehr als verdoppeln. Auch die Region Amerika steigerte in einem von zunehmenden Engpässen in der Lieferkette geprägten Umfeld den Umsatz. In der Region EMEA blieb das Wachstum etwas unter dem sehr hohen Wert des Vorquartals zurück. Das operative Ergebnis und der Gewinn stiegen prozentual deutlich zweistellig.

Übernahme sorgt für weiteres Wachstumspotenzial

SAF-HOLLAND hat rund 70% der Anteile an der Axscend Group übernommen. Das Unternehmen ist Spezialist für digitales Trailermanagement. Mit seinem Produkt TrailerMaster Connect bietet Axscend eine intelligente Schnittstelle für die Leitungsverbindungstechnik, mit der jeder Auflieger zu einem smarten Trailer mit zahlreichen datenbasierten Funktionalitäten auf- bzw. nachgerüstet werden kann. Mit der Übernahme baut SAF-HOLLAND sein Portfolio für digitale Traileranwendungen aus. Wir gehen davon aus, dass sich die positive Geschäftsentwicklung fortsetzt.

Unternehmensporträt

2006 haben sich die damalige Otto Sauer Achsenfabrik SAF und der nordamerikanische Nutzfahrzeugausrüster The Holland Group Inc. zu SAF-HOLLAND zusammengeschlossen. Entstanden ist ein weltweit führender Hersteller und Anbieter von Systemen und Komponenten für die Auflieger- und Anhänger-, Lkw-, Bus- und Campingfahrzeugindustrie. Produziert wird in 17 Fabriken in Europa, Nordamerika, Brasilien, Australien, China und Indien.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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