Mai 2020: Auf diese Aktien setzt Top-Investor David Tepper

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Die drei größten Positionen von Top-Investor David Tepper: Milliardär und Star-Anleger setzt massiv auf Cloud- und Internetaktien. Amazon, Alibaba und Alphabet machen mehr als ein Drittel des Portfolios aus (Foto: testing)

Heute möchte ich Ihnen die derzeit drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des Top Investors David Tepper vorstellen.

Mit einem geschätzten Privatvermögen von knapp 11,4 Milliarden US-Dollar (lt. Forbes) und einem Jahresverdienst von bis zu 3,5 Milliarden Dollar (2009) zählt Tepper zu den bestbezahltesten Fondsmanagern an der Wallstreet.

Dabei begann die Karriere des mittlerweile 59 jährigen, aus gutbürgerlichen Verhältnissen in Pittsburgh stammenden Managers, recht unspektakulär. Er studierte Volkswirtschaft an der Universität seiner Heimatstadt und begann seine berufliche Laufbahn 1980 als Kreditanalyst in einer Bank. Er fühlte sich aber dort nicht wohl und bildete sich an der Carnegie Mellon Universität weiter, wo er seinen Master-Abschluss erwarb.

Doch nach ersten Branchenerfahrungen begann Tepper im Jahr 1985 bei der New Yorker Investmentbank Goldman Sachs, wo er geradezu einen bilderbuchmäßigen Karriereaufstieg hinlegte. Bereits ein halbes Jahr nach dem Eintritt als Kreditanalyst leitete Tepper den Handelstisch für hochverzinsliche Wertpapiere. Nach dem sich Tepper acht Jahre lang mit notleidenden Firmen bei der Investmentbank beschäftigte, gründete er 1993 seinen eigenen Hedgefonds (Appaloosa Management).

Seinem Stil blieb er treu und fokussierte sich hauptsächlich auf Unternehmen in Schieflagen. Damit erzielte er herausragende Gewinne für seine Investoren. Über 20 Jahre erwirtschaftete Tepper immerhin 25,7% pro Jahr und damit eine Überrendite zum S&P 500 Index von beeindruckenden 15,9% pro Jahr.

Seine aktuell drei größten Aktienpositionen sind folgende:

Amazon

Größte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von knapp 15% ist die Amazon-Aktie. Das liegt auch an der starken Kursentwicklung, da die Aktie seit dem Jahreswechsel mit gut 33% im Gewinn liegt. Derzeit hält Tepper ein Aktienpaket im Wert von knapp 487 Millionen Dollar an dem Unternehmen. Das entspricht 0,05% aller ausstehenden Aktien des Unternehmens. Mit Amazon setzt der Fondsmanager auf einen der größten Onlinehändler und Cloud-Anbieter der Welt.

Im zurückliegenden Quartal erzielte der Technologiegigant einen Umsatz von 75,5 Milliarden Dollar, was 26% über dem vergleichbaren Vorjahresquartal lag. Allerdings hat Amazon wegen der Pandemie auch hohe Ausgaben – etwa aufgrund einer Einstellungsoffensive angesichts des großen Kundenansturms auf seine Lieferdienste. Unter dem Strich sackte der Gewinn von 7,09 auf 5,01 Dollar je Aktie in den Keller.

Alibaba:

Zweitgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von rd. 13,50% ist die Alibaba-Aktie. Derzeit hält Tepper ein Aktienpaket im Wert von rund 440 Millionen Dollar an dem Konzern.

Das Kerngeschäft von Alibaba ist der Betrieb von Verkaufsplattformen im Web. Die wichtigsten sind der international ausgerichtete B2B-Marktplatz Alibaba.com, das C2C-Portal Taobao mit seiner B2C-Abspaltung Tmall, das Sonderangebotsportal Juhuasuan, das auf China beschränkte B2B-Portal 1688.com und die Plattform AliExpress, die es Privatleuten erlaubt, Produkte zum Großhandelspreis zu erwerben. Mit Alibaba Cloud betreibt das Unternehmen zudem Cloud-Server und verwandte Dienste, während Alimama Marketing-Tools bereitstellt. Alipay ist ein eigener Zahlungsdienstleister mit Treuhanddienst, der zur Ant Financial-Tochtergesellschaft  gehört. Dazu kommt die Logistikgesellschaft Cainiao, die in Kooperation mit anderen chinesischen Unternehmen betrieben wird, und experimentelle Unternehmungen wie die Hema-Supermärkte, in denen per App gezahlt wird.

Zuletzt kam der Internetriese bei einem Jahresumsatz von 56,14 Milliarden Dollar auf einen Nettogewinn in Höhe von 13,09 Milliarden Dollar.

Alphabet:

Drittgrößte Aktienposition mit einer Portfolio-Gewichtung von rund 12,90 % ist die Aktie des Technologieriesen Alphabet. Derzeit hält Tepper ein Aktienpaket im Wert von 420 Millionen Dollar an dem Unternehmen.

Die Google-Mutter Alphabet hat fast überall ihre Finger im Spiel. Mit der Suchmaschine, dem Cloud-Geschäft, autonomen Fahren oder dem vernetzten Zuhause besetzt der Konzern zentrale Positionen in aussichtsreichen Wachstumsmärkten. Der Umsatz machte im vergangenen Quartal einen Satz auf beachtliche 41,15 Milliarden Dollar. Vor allem das Brot-und-Butter-Geschäft mit Internetwerbung floriert. Im zurückliegenden Quartal erzielte der Konzern einen Gewinn von 6,86 Milliarden Dollar, was einer Gewinnspanne von 16,61% entspricht.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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