Marc Faber: Minenaktien sind attraktiv bewertet

Was steht uns 2014 an den Finanzmärkten bevor? Diese Frage wird aktuell von gleich einer ganzen Reihe von Experten beantwortet. Immer wieder eine Extremposition nimmt hier der Börsenexperte Marc Faber ein. Der Schweizer ist für seine provokanten Thesen bekannt – die aber zumeist einen Absturz der Märkte befürchten lassen.

In Zeiten von Rekordständen an den Börsen ist es also besonders spannend zu hören, wie ein Krisenexperte wie Faber die Perspektiven einschätzt. Für die etablierten Aktienmärkte wie Europa oder auch die USA ist Faber skeptisch. Zwar sind noch leichte Zuwächse möglich – aber für einen Einstieg ist es jetzt schon zu spät. Die Risiken für einen Rückschlag schätzt Faber hier einfach als zu groß ein.

Den größten Effekt auf die Finanzmärkte dürfte laut Faber eine Straffung der Geldpolitik durch die Notenbanken haben. Allerdings bleibt auch nach seiner Einschätzung noch offen, wann denn diese Straffung kommen wird. Das macht die Einschätzung der weiteren Entwicklung auch so schwierig.

Eine besondere Anlageklasse mit sehr guten Chancen hat sich Faber aber auch schon ausgeguckt. So hat er bislang eher auf physische Edelmetalle gesetzt, wenn es um Engagements in diesem Anlagesegment ging.

Doch nach den enormen Kursverlusten der vergangenen Monate erscheinen ihm nun die Rohstoffaktien auch wieder sehr attraktiv bewertet. Und sollte der Goldpreis tatsächlich wieder klar zulegen, dann könnten die Minenwerte an der Börse im kommenden Jahr zu den großen Gewinnern zählen.

Goldaktien will derzeit keiner haben – das bietet eine Chance für Investoren

Damit stellt Faber einmal mehr seinen Ansatz als Contrarian unter Beweis. Dabei liegt der Fokus auf Investments, die überhaupt nicht im Trend liegen. Aktuell sind Minenwerte extrem unbeliebt und gehören zu den schwächsten Sektoren überhaupt.

Selbst breite Minenindizes haben mehr als die Hälfte ans Wert verloren in den vergangenen zwölf Monaten. Das ist extrem. Barrick Gold, der größte Goldproduzent der Welt, notiert in diesen Tagen 57% unter dem 52-Wochen-Hoch.

Das zeigt Ihnen ganz klar: In diesem Sektor ist viel in Bewegung. Und wie schnell die Aktien auf einen höheren Goldpreis reagieren, war sehr gut im August 2013 zu beobachten: In nur wenigen Wochen kletterte nach dem zuvor erfolgten Ausverkauf die Minenaktien parallel mit dem Goldpreis wieder an.

Doch während Gold in dem Zeitraum nur um knapp 10% zulegte, brachte es der der Minenindex HUI auf ein Plus von knapp 30% in der Spitze. Das zeigt Ihnen ganz klar die Hebelwirkung, die Minenaktien bei steigenden Edelmetallpreisen entfalten. Dazu fehlt aber jetzt noch eine wichtige Komponente: Die steigenden Edelmetallpreise. Aber das kann 2014 auf jeden Fall kommen.

12. Dezember 2013

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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