Maschinen- und Anlagenbauer: Es geht wieder aufwärts

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer kehren auf den Wachstumspfad zurück.

Ein allgemeiner Überblick

Problemländer wie Russland und Brasilien haben die Talsohle durchschritten und die konjunkturelle Erholung in der EU, sollte sich fortsetzen.

Das China-Geschäft bleibt dagegen schwierig. Nach einem Jahr der Stagnation erwartet der Branchen-Verband VDMA 2017 wieder ein Umsatz-Wachstum von 1,8% auf 224 Mrd. €.

Auch die Schweizer Maschinenbauer haben den Franken-Schock überwunden und können optimistisch in die Zukunft blicken.

Die robuste Auftragslage wird sich im laufenden Jahr positiv auf die Umsatz-Entwicklung auswirken.

Laut Branchen-Verband Swissmem zogen die Auftrags-Eingänge in den ersten 9 Monaten um 12,4% an. Aus dem Ausland kamen sogar 15,2% mehr Bestellungen.

Konkrete Zahlen wurden aber nicht genannt. Sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz gehört der Maschinenbau zu den wichtigsten und erfolgreichsten Branchen.

Die Maschinen und Anlagen beider Länder stehen auch international hoch im Kurs. Entsprechend braucht die stark exportabhängige Branche offene Märkte und freien Handel.

Mauern und Schutzzölle, wie sie die Populisten in immer mehr Ländern fordern, sind keine Lösung und gefährden das Wachstum.

Sorgen bereiten daher nicht nur der BrExit, sondern vor allem die Ungewissheit über den künftigen Kurs der USA.

Unterschiedliche Entwicklungen

Für die Hersteller von Druckmaschinen hat sich die Lage aufgehellt: Die Branche profitiert vom Verpackungsdruck.

Bis 2020 wird dieser Markt Experten-Schätzungen zufolge um 18% auf 286 Mrd. € wachsen. Koenig & Bauer hat sich bereits frühzeitig mit den richtigen Produkten positioniert.

Ein Wachstumsmarkt bleibt auch der deutsche Werkzeugmaschinenbau. Schon 2016 ist die Produktion um 5% auf 15,9 Mrd. € gestiegen.

Noch besser läuft es bei Hermle. Rheinmetall wiederum spielen die weltweit steigenden Ausgaben für Rüstung und zivile Sicherheit in die Karten.

Niedrige Weizen- und Milchpreise verhageln dagegen Anbietern von Landmaschinen und Anlagen zur Milchverarbeitung wie Bucher und GEA die Bilanz.

Beide mussten ihre Jahresziele nach unten schrauben.

Unsere Favoriten

Neben den genannten Konzernen gehören auch Technotrans und Dr. Hönle zu unseren Favoriten.

Mit Erfolg verringern beide ihre Abhängigkeit von der klassischen Druckindustrie. Georg Fischer ist mit seiner Diversifizierungs-Strategie ebenfalls auf dem richtigen Weg.

21. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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