Maschinenfabrik Spaichingen begibt Anleihe mit einem Kupon von 7,25 %

Der Automobilzulieferer Maschinenfabrik Spaichingen begibt eine Anleihe (WKN & ISIN: A1KQZL & DE000A1KQZL5) mit einem Volumen von bis zu 30 Mio. Euro, einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Kupon von 7,25% pro Jahr.

Die Notierung der Anleihe ist im Entry Standard für Unternehmensanleihen der Frankfurter Wertpapierbörse geplant. Die Zeichnungsfrist läuft seit letztem Mittwoch bis zum 12. Juli 2011.

Unternehmensprofil

Die Maschinenfabrik Spaichingen ist ein international agierender Konzern, mit zwei Standorten in Deutschland und einem in den USA. Die Gesellschaft verfügt über Produktionsbetriebe in Spaichingen, im Landkreis Tuttlingen (über 450 Mitarbeiter) sowie über die Tochtergesellschaften MS PowerTec GmbH in Zittau (17 Mitarbeiter) und MS Industries Inc. in Fowlerville in der Nähe von Detroit, USA (über 150 Mitarbeiter).

Die Maschinenfabrik Spaichingen entwickelt, konstruiert und fertigt eine Vielzahl innovativer Baugruppen und Systeme für moderne Motoren, die Fahrzeuge auf der ganzen Welt antreiben.

Weiterhin werden Maschinen zum Schweißen und Bearbeiten von Kunststoffteilen und Verpackungssystemen, die dafür sorgen, dass Produkte in den Regalen der Warenhäuser landen, entwickelt, konstruiert und hergestellt.

Das Unternehmen bietet seinen Kunden die Synergieeffekte eines internationalen Unternehmens mit der Flexibilität eines schlanken Mittelständlers.

Ihre strategischen Geschäftsfelder erstrecken sich auf die „MS-Motorentechnik“ sowie „MS-Schweißtechnik“.

Das Geschäftsfeld „MS-Motorentechnik“ bildet das Hauptgeschäft der Maschinenfabrik Spaichingen und umfasst die Fertigung, Bearbeitung und Montage von mechanischen Komponenten und Baugruppen wie z. B. Getriebegehäuse, Kipphebel, Kipphebelwerke sowie Ventilbrücken bis hin zu kompletten Ventiltriebsystemen mit Schwerpunkt auf der Nutzfahrzeugindustrie.

Daneben ist sie in diesem Geschäftsfeld als Zulieferer für die Bau- und Schifffahrtsindustrie sowie für stationäre Antriebsaggregate tätig. Zu den wesentlichen Kunden der Maschinenfabrik Spaichingen zählen derzeit namhafte Automobilhersteller und -zulieferer wie Daimler und MAN.

Das Geschäftsfeld „MS-Schweißtechnik“ umfasst die Beratung, Entwicklung, Fertigung, Montage sowie den Vertrieb und Service von Sondermaschinen für das Verschweißen und Bearbeiten von Kunststoffteilen mit den Technologien Ultraschall, Heißluft und Heizkontakt.

Geschäftsentwicklung

Das Jahr 2009 war durch einen Rückgang der Umsatzerlöse um 15% auf 68,3 Mio. Euro geprägt. Im Jahr 2010 erhöhte sich der Konzernumsatz durch die Belebung des Bestandsgeschäftes und verschiedene Produktneuanläufe um 39% auf 94,8 Mio. Euro. Das EBIT stieg im vergangenen Jahr von -0,8 Mio. Euro auf 4,6 Mio. Euro.

Der Jahresüberschuss kletterte von -3,4 Mio. Euro auf 2,2 Mio. Euro.

Mittelverwendung

Die Maschinenfabrik Spaichingen beabsichtigt, den Emissionserlös aus der Anleihe zur Tilgung der Genussrechte sowie zur Rückführung bestehender Banklinien zu nutzen und damit Finanzierungsspielräume für die auftragsbedingte Ausweitung der Investitionen, vor allem bei Maschinen und Anlagen, zu schaffen.

Daneben soll ein Teil des Emissionserlöses unmittelbar in die Diversifizierung des Produktportfolios sowie das organische Wachstum fließen.

Die Maschinenfabrik Spaichingen hat sich dem Anleihe-Rating von Euler Hermes  unterworfen und wurde mit „BB„ bewertet. Im Folgenden sind alle relevanten Daten zur 7,25 %-Anleihe zusammengefasst:

Auch Anleihe von K-Bond 1 GmbH

Die K-Bond 1 GmbH, eine Gesellschaft der Keystone International GmbH, Langen, plant die Emission einer Unternehmensanleihe im Volumen von 50 Mio. Euro. Zurzeit wird von Euler Hermes ein Ratingbericht erstellt.

Der Kupon soll dem Vernehmen nach zwischen 5,125% und 5,375% liegen und die Zeichnungsfrist beginnt Mitte Juli. Die Gesellschaft plant nach der Begebung der K-Bond 1-Anleihe weitere Anleihen zu begeben (K-Bond 2 etc.).

K-Bond 1 hält Immobilien im Bereich Light Industrial (Technologie- und Gewerbeparks, aber auch Büroflächen). Die Anleihe ist durch eine direkte Grundschuld zugunsten der Anleihegläubiger gesichert.

Bei einem Emissionsvolumen von 50 Mio. Euro sollen die Objekte einen Verkehrswert von 73,4 Mio. Euro haben. Die Objekte der K-Bond 1 GmbH haben 68 Mieter, die Gesellschaft erzielt eine Jahresnettomiete von 6,7 Mio. Euro.

Der Erlös aus der Anleihe-Platzierung wird zur Ablösung des derzeitigen Fremdkapitals und für Entwicklungen zur Mietsteigerung verwendet. Weitere Projektentwicklung soll nach Vorvermietungen erfolgen.

Nach der Anleihe-Begebung haben die Besitzgesellschaften keine weiteren externen Verbindlichkeiten.

5. Juli 2011

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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