Massive Minen-Schließungen: Das passiert aktuell auf den Philippinen

Der Erfolg von Minen-Projekten hängt von vielen Faktoren ab:

Erfolgsfaktoren für Minen-Projekte

Neben der Qualität des Vorkommens und der Wirtschaftlichkeit, spielt die politische Stabilität in dem Förderland auch immer eine große Rolle.

Wenn die nicht gegeben ist, dann nützen den Rohstoff-Firmen die besten Vorkommen nichts.

Ein Beispiel für eine lange politische Instabilität war Kolumbien.

Dort verhinderte der Bürgerkrieg und die Macht der Drogen-Kartelle eine funktionierende Minen-Industrie mit dem Engagement auch von ausländischen Firmen.

Jetzt hat sich die Lage dort klar verbessert, und mittlerweile sind auch von kanadischen Firmen wie Red Eagle Mining neue Goldminen in Kolumbien aufgebaut und in Produktion gebracht worden.

Doch es gibt derzeit auch negative Beispiele für eine aufkommende politische Probleme. Dazu gehören die Philippinen.

Philippinen: Neuer Präsident Duerte greift auch bei den Minen durch

Vielleicht haben Sie schon vom neuen Präsidenten Rodrigo Duerte gehört.

Wegen des harten Vorgehen Duertes gegen Drogendealer hat es schon massive Kritik aus dem Ausland gegeben. Doch das stört Duerte nicht wirklich…

Jetzt hat er sich ein neues Ziel ausgeguckt: die Minen-Branche. So sind erst kürzlich 1/3 aller Vereinbarungen mit Rohstoff-Firmen zur Entwicklung neuer Minen gekündigt worden.

Die Regierung begründete diesen Schritt damit, dass diese Vorkommen nur mit Schäden für die Umwelt abzubauen sind.

Nun sind die Philippinen nicht irgendein weißer Fleck auf der globalen Rohstoff-Landkarte; der Inselstaat gehört zu den größten Produzenten von Nickel und nimmt damit schon eine wichtige Marktposition ein.

Hinzu kommen noch zahlreiche weitere wichtige Rohstoffe, zu denen u. a. auch Gold zählt.

Duerte sendet politisches Signal nach außen

Das Signal von Präsident Duerte an die Minen-Branche und v. a. auch an die ausländischen Firmen, die auf den Philippinen tätig sind, ist klar: Das Land kann auch ohne die Minen-Industrie überleben.

Die Einschränkungen für die Minen-Branche sind schon enorm:

Immerhin hatte die zuständige Ministerin erst vor 2 Wochen die Schließung von 28 der 41 aktiven Minen angekündigt, weil diese die Wasser-Vorkommen an den Standorten verunreinigen.

Nun ist es eben so, dass im Rohstoff-Business tatsächlich oft sehr viel Wasser eingesetzt wird und es auch zu Verunreinigungen kommt. Das wird sich in der Praxis wohl kaum verhindern lassen.

Es bleibt also spannend, ob die Regierung mit dieser neuen Strategie vielleicht ein anderes Ziel verfolgt. Ich werde Sie hier auf dem Laufenden halten.

15. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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