Massives Dollar-Drama steht bevor

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Die USA sind die größte Volkswirtschaft der Welt und steuern auf eine massive Krise zu. Der nächste Akt im Dollardrama steht uns schon bald bevor. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Wie stark wirtschaftlich Länder wirklich sind, zeigt ein Blick auf die Leistungsbilanz sehr schnell. Deutschland weist hierbei eine klar positive Leistungsbilanz zwischen Importen und Exporten auf.

Ganz anders sieht es bei den USA aus: Dort beläuft sich das monatliche Handelsbilanzdefizit auf rund 40 Mrd. Dollar. Dieser Wert schwankt naturgemäß von Monat zu Monat. Doch im Grunde führen die USA jeden Monat deutlich mehr Waren ein, als sie exportieren.

Doch bei den USA läuft aktuell die Lage wieder massiv aus dem Ruder: Allein seit Ende 2013 hat das Leistungsbilanzdefizit massiv zugenommen. Aktuell entspricht das Defizit in etwa einem Anteil von 2,6% der amerikanischen Wirtschaftsleistung.

Solche Entwicklungen lassen mich aufhorchen. Es sind nicht immer die hohen Defizite, die Krisen auslösen. Bei der Asien-Krise in den 1990er Jahren hatten Länder wie Thailand auch ein Leistungsbilanzdefizit im Bereich um 3%. Und danach folgte eine wirklich ernsthafte Krise an den globalen Finanzmärkten.

Noch ist die Lage in den USA ruhig. Doch immer mehr Warnsignale tauchen auf: Die optimistischen Prognosen der US-Regierung sind wohl nicht mehr lange haltbar. Vielmehr rechnen immer mehr Experten nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von weniger als 2% im laufenden Jahr.

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Das ist im Vergleich zur Euro-Zone schon viel. Aber es reicht eben nicht, um die massiven Schulden auch nur annähernd abzubauen. Das müssen Sie sich immer weiter vor Auge führen. In den westlichen Industriestaaten steigen die Schulden weiterhin exponentiell an.

Exponentielles Schuldenwachstum führt zur Katastrophe

Aber exponentielles Wachstum führt zwangsläufig zum Zusammenbruch –das vergessen aber viele Finanzexperten gerne. Und aktuell verschieben wir die Schuldenproblematik durch die niedrigen Zinsen einfach nur in die Zukunft. Es geht schon länger nicht mehr darum, die massiven Schulden irgendwann einmal auch wirklich zurückzuzahlen.

Es kann nur noch darum gehen, dass die Schuldenberge eben nicht weiter massiv steigen – so lässt sich der Zusammenbruch noch einige Zeit herauszögern. Nun fragen Sie sich bestimmt: Wie lange kann das noch gutgehen?

Dies ist meiner Ansicht nach die Königsfrage und dementsprechend schwer zu beantworten. In dieser Gleichung gibt es zu viele Unbekannte – allen voran die Rolle der Notenbanken. Für Sie heißt das: Seien Sie wachsam und bereiten Sie sich aktiv auf den kommenden Zusammenbruch vor – denn zu verhindern ist der nicht mehr.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.