MAX Automation: Starkes Umsatzwachstum, aber Gewinnschwäche

Die in Düsseldorf ansässige MAX Automation AG hat die seine Quartals- und 9-Monats-Zahlen veröffentlicht, und im Rahmen dessen angekündigt, dass die Erwartungen für das Gesamtjahr 2014 leicht nach unten korrigiert werden mussten.

Bevor ich Ihnen gleich die Zahlen und den neuen, korrigierten Ausblick näher beschreibe, stelle ich Ihnen das Unternehmen kurz vor, da es sich dabei um einen weitestgehend noch unbekannten Nebenwert handelt.

MAX Automation im Portrait

Die MAX Automation AG ist die Muttergesellschaft einer international agierenden Unternehmensgruppe mit den Kernsegmenten Umwelttechnik und Industrieautomation. Das Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrungen und Kompetenzen, um als Führungsgesellschaft für mittelständische Automationsspezialisten zu fungieren und diese nachhaltig weiterzuentwickeln.

MAX Automation positioniert seine Tochtergesellschaften als lösungsorientierte Systemanbieter, die maßgeschneiderte integrierte Automationslösungen entwickeln und erstellen. Dabei profitiert das Unternehmen von globalen Langfristtrends, die leistungsfähige Automationslösungen immer wichtiger machen. Dazu zählt die steigende Energienachfrage bei gleichzeitiger Notwendigkeit, schonend mit den natürlichen Ressourcen umzugehen.

Die Tochtergesellschaften von MAX Automation entwickeln und produzieren technologisch komplexe Komponenten- und Systemlösungen im Anlagenbau und bieten ihren Kunden darüber hinaus spezialisierte Dienstleistungen wie Projektmanagement, Beratung oder Wartung an.

Die aktuellen Zahlen im Überblick

Der Auftragseingang von MAX Automation erreichte auch aufgrund einer Übernahme in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 einen Zuwachs von 49,4% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und stieg auf 253,4 Mio. Euro. Im 3. Quartal stieg dieser Wert sogar um 82,9% im Vergleich zum Vorjahr.

Der Umsatz erhöhte sich im 9-Monats-Zeitraum um 44,1% auf 252,9 Mio. Euro und der operative Gewinn (EBIT) ereichte einen Wert von 8,5 Mio. Euro. Die Nettoverschuldung verringerte sich gegenüber dem Vorquartal um 10,5 Mio. Euro auf 64,7 Mio. Euro.

Allerdings kam es wegen der Ukraine-Krise im Segment Umwelttechnik zu einer Verschiebung von Aufträgen russsicher Kunden.

Daneben fielen teils höhere Kosten für Pilotprojekte an und in Teilbereichen des Segments Industrieautomation werden avisierte Aufträge nun erst zum Jahresende erwartet und damit erst im Jahr 2015 für positive Impulse sorgen. Der Vorstand korrigierte daraufhin den Ausblick für das Gesamtjahr 2014 leicht nach unten.

Fabian Spilker, der Vorstand der MAX Automation, fasst die aktuelle Situation wie folgt zusammen: „Die MAX Automation hat den operativen Aufwärtstrend im 3. Quartal fortgesetzt. Auch wenn wir unsere ursprünglichen wirtschaftlichen Ziele aus heutiger Sicht nicht ganz erreichen werden, so haben wir im Übergangsjahr 2014 viele strategische Weichen gestellt, um uns künftig auf den Hightech-Maschinenbau zu konzentrieren und unser Portfolio entsprechend zu fokussieren.“

Fazit: Eine interessante Zukunftswette

Das große Umsatzwachstum kommt in erster Linie durch einen Zukauf zustande. Wenn MAX Automation künftig beweisen kann, dass sich das Unternehmen mit diesem Zukauf nicht verhoben hat und das Ergebnis annähernd so steigern kann wie zuletzt den Umsatz, ist die Aktie von MAX Automation dank eines aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) von 11 eine äußerst spannende Zukunftswette.

13. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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