M.A.X. Automation: Wie ein deutscher Nebenwert von der Automatisierungs-Welle profitiert

Auf der Suche nach Profiteuren der Automatisierungs-Welle müssen sich Anleger nicht nur auf die USA oder Asien beschränken.

Auch in Deutschland können Sie fündig werden. Denn auch hierzulande haben sich einige Firmen zu bedeutenden Spielern in Nischenmärkten entwickelt.

So ist es auch beim Nebenwert M.A.X. Automation, den wahrscheinlich die wenigsten von Ihnen auf dem Radar haben.

MAX Automation im Porträt

M.A.X. Automation ist eine global agierende Industrie-Holding mit dem Fokus auf Industrie-Automation und Umwelt-Technik.

Im Segment Industrie-Automation entwickelt und produziert die M.A.X. automatisierte Anwendungen für Abnehmer aus der Automobil-, Medizin-, Elektro- und Lebensmittel-Industrie.

Damit bietet das Segment beste Perspektiven für langfristiges Wachstum.

Mit dem Fokus auf die Premium-Hersteller der Automobil-Industrie liefert M.A.X. Automation technologisch komplexe Komponenten und System-Lösungen und profitiert somit vom technologischen Fortschritt.

Wachstumstreiber sind sowohl die steigende Nachfrage nach industriell gefertigten Waren wie auch die zunehmende Produktvielfalt (Fahrerassistenz-Systemen;  vernetzten Produktions-Anlagen).

Im Segment Umwelt-Technik bietet der Konzern innovative Lösungen für die Verarbeitung und das Recyling von Abfällen (leistungsstarke Anlagen und Systeme zum Schreddern, Fördern und Aufbereiten von Primär- und Sekundär-Rohstoffen).

Der Geschäftsbereich Umwelt-Technik steuert gut 1/3 zu den Gesamt-Umsätzen bei, allerdings mit einem deutlich geringeren Gewinn-Beitrag.

Profiteur von Langfrist-Trends

Als Muttergesellschaft einer international agierenden Unternehmens-Gruppe mit den Kernsegmenten Umwelt-Technik und Industrie-Automation setzen Anleger mit der Aktie von M.A.X. Automation auf globale Langfrist-Trends.

M.A.X. profitiert von dem zunehmenden Automatisierungs-Trend in der Industrie.

Zugleich spielt dem Unternehmen im Bereich Umwelt-Technik die demographische Entwicklung, sprich die stark steigende Weltbevölkerung, und die damit verbundenen Probleme der Abfall-Beseitigung in die Karten.

Steigende Erlöse – schwache Gewinnmargen

Mit seiner Positionierung verzeichnete die Düsseldorfer Firma ein langsames, aber stetiges Wachstum. Seit 2007 stiegen die Umsätze um 70% auf zuletzt 383,8 Mio. € – so weit, so gut.

Weniger erfreulich ist allerdings der Blick auf die Profitabilität.

Denn mit einer Gewinnspanne von gerade einmal 2,2% hat der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr das tiefste Niveau der letzten 7 Jahre erreicht.

Aktie hat sich nach Gewinn-Warnung wieder deutlich erholt

Im November schockte das Management die Anleger mit einer Anpassung der Jahresziele.

Die Ursache für die schwächere Prognose lag im anhaltend niedrigen Ölpreis und einer damit verbundenen niedrigeren Nachfrage nach Recycling- und Aufbereitungs-Lösungen, v. a. in den USA.

Der Blick auf die 9-Monats-Zahlen verdeutlich die negative Entwicklung in dem Geschäftsbereich (Umsatz -24% auf 71,3 Mio. €).

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen geht der Vorstand für das Gesamtjahr 2016 nunmehr von einem Konzern-Umsatz von 340 – 350 Mio. € (bislang 370 – 390 Mio. €) aus.

Beim Vorsteuer-Gewinn ruderte MAX ebenfalls zurück und rechnet nun mit 18 – 20 Mio. € (bislang mind. 24 Mio. €).

Nach der Meldung ging die Aktie vorübergehend auf Tauchstation, fand aber bei 5,15 € ihren Boden und notiert im Moment bei 6,63 € auf einem neuen Jahreshoch.

Trump könnte für Nachfrageschub sorgen

Zumindest geht die Konzern-Führung davon aus und sieht sich als einen klaren Gewinner der US-Präsidentschaftswahlen.

Wenn wieder stärker die Produktion in die USA geholt wird, könnte das auch dem Absatz der Automatisierungs-Lösungen von M.A.X. Rückenwind verleihen.

Firmenchef Daniel Fink sieht als Wachstumstreiber E-Mobilität, die Vernetzung der Produktion und Robotik.

Entsprechend will er das Netzwerk in den USA und China deutlich ausbauen.

An den langfristigen Wachstums-Prognosen von +10% pro Jahr, nicht zuletzt durch Übernahmen, hält der Konzern fest.

27. Februar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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