Mayr-Melnhof: Solides Familien-Unternehmen aus Österreich

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Lernen Sie in diesem Beitrag ein österreichisches Familien-Unternehmen kennen, welches Sie, salopp gesagt, auf dem Zettel haben sollten: (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Gestern habe ich Ihnen angekündigt, dass ich Ihnen anlässlich meiner Reise zur Gewinn-Messe in Wien heute und morgen 2 österreichische Firmen vorstellen würde, die einen Blick wert sind.

Das 1. der beiden Unternehmen, die ich Ihnen vorstellen möchte, ist Mayr-Melnhof:

Das steckt hinter Mayr-Melnhof

Der österreichische Familienbetrieb ist einer der größten Hersteller von Karton auf Recyclingpapier-Basis und ein führender Produzent von Faltschachteln.

Im Fokus der Geschäftstätigkeit der Mayr-Melnhof-Gruppe steht die Herstellung und Verarbeitung von Karton. Die Geschäftstätigkeit der Gruppe stützt sich auf 2 Divisionen:

  1. „MM Karton“ verarbeitet Karton – in 1. Linie Recycling-Karton.
  2. „MM Packaging“ produziert Faltschachteln und umfasst seit 2005 auch „MM Graphia“. Dieser Bereich war bis dahin eigenständig und produzierte Verpackungen für Zigaretten und hochwertige Süßwaren.

Nachdem Sie einen Überblick über die geschäftlichen Aktivitäten von Mayr-Melnhof bekommen haben, stelle ich Ihnen jetzt das aktuelle Zahlenwerk vor:

Die aktuellen Zahlen im Überblick

Das Geschäftsjahr 2017 läuft bisher, wie vom Konzern erwartet:

Der Umsatz ist stabil, beim Gewinn ist der sehr hohe Vorjahreswert ein ambitioniertes Ziel. Nach 6 Monaten zeigt sich, dass die Einschätzung des Managements korrekt war:

Im 1. Halbjahr steigerte MM den Umsatz leicht um 0,7% auf 1,15 Mrd. €. Der operative Gewinn sank dagegen um 7,9% auf 102,1 Mio. €.

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Die Gründe:

  • In der Karton-Sparte kann Mayr-Melnhof die höheren Altpapier-Preise stets erst mit einer Zeitverzögerung an die Kunden weitergeben.
  • In der Verpackungs-Sparte gab es im Vorjahr einen sehr günstigen Produkt-Mix, der zu einer besonders hohen Rendite geführt hat, die in „normalen“ Jahren nicht erreichbar ist.
  • Und ein 3. Punkt: Mayr-Melnhof sieht weiterhin gute Wachstums-Chancen und hat daher kräftig investiert. Die Ausgaben für Investitionen stiegen im 1. Halbjahr um satte 21,7% auf 82 Mio. €. Mayr-Melnhof kann sich diesen Wachstumskurs leisten, da die Eigenkapitalquote mit Werten von über 60% (Stichtag: 30.06.2017 – 63,7%) sehr üppig ist.

Die Früchte der Expansion wird Mayr-Melnhof aber erst später ernten und somit dürfte auch der Aktienkurs erst später neue Impulse erhalten.

Ein Blick auf die Mayr-Melnhof-Aktie

In den vergangenen Wochen pendelte die Mayr-Melnhof-Aktie zwischen 120 und knapp 125 €.

Auf diesem Niveau ist die Aktie aus meiner Sicht (unter Berücksichtigung der aktuellen Fundamentaldaten) fair bewertet.

Daher bietet sich ein Einstieg auf dem aktuellen Niveau nicht mehr an.

In schwächeren Börsen-Phasen kann ein Neu-Einstieg bei Mayr-Melnhof aber durchaus interessant sein. Das gilt auch, weil Mayr-Melnhof ein verlässlicher Dividendenzahler ist.

Daher lautet mein Fazit: Die Mayr-Melnhof-Aktie ist aktuell eine Aktie für die Beobachtungsliste und kein Kauf-Kandidat.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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